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1860 besiegt 1860 - „Mussten auch gegen unseren Schweinehund spielen“

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Von: Florian Fussek, Florian weiß

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Jan Mauersberger bedankt sich nach Spielschluss bei den Fans.
Jan Mauersberger bedankt sich nach Spielschluss bei den Fans. © sampics / Stefan Matzke

Es war ein schweres Stück Arbeit, aber der TSV 1860 München hat gegen Rosenheim am Ende drei Zähler eingefahren. Die Löwen zeigen sich erschöpft und ehrlich.

Es war ein schweres Stück Arbeit, das die Löwen am Samstag gegen 1860 Rosenheim zu verrichten hatten. Lange Zeit sah es so aus, als müssten die Münchner gegen ihr Namensvettern Punkte lassen, doch zwei späte Tore ließen die 12.500 Zuschauer im Grünwalder Stadion am Ende über einen 2:0 (0:0)-Erfolg für die Blauen jubeln. Den kompletten Spielverlauf können Sie übrigens hier in unserem Ticker nachlesen.

Nach dem Spiel äußerten sich die beiden Führungslöwen Jan Mauersberger und Timo Gebhart über die 90 Minuten gegen Rosenheim und das anstehende Geisterspiel gegen Nürnberg II.

Daniel Bierofka über ...

... die Leistung von 1860 Rosenheim: „Gratulation an Rosenheim für die Leistung, das muss man als Gewinner auch anerkennen. War eine gute Mannschaft, aber das hab ich auch vorher schon gewusst. Sie haben viele Spieler drin, die Situationen spielerisch lösen können, die schon länger in der Regionalliga einen guten Ball spielen. Ich denke, Rosenheim wird bis zu Schluss vorne dabei sein. Sie haben uns das Leben richtig schwer gemacht. Andererseits muss ich auch sagen, wir hatten Mittwoch ein sehr schweres Spiel auf einem sehr schweren Platz. Da hat man auch gemerkt, dass Sascha Mölders keine Vorbereitung hatte. Er versucht dann alles, aber ihm fehlt dann die nötige Frische. Timo Gebhart ist noch immer im Aufbaubereich, wo man merkt, dass er schon zu kämpfen hat. Das wird in den nächsten Spielen besser werden. Deswegen sind Erfolgserlebnisse wichtig. 

... über die Leistung seiner Löwen: „In der ersten Halbzeit war es schwierig rauszuspielen. Als wir versucht haben hinten rauszuspielen, sind sie zu wenig auf den zweiten Ball gekommen, waren da nicht aggressiv genug. Wir müssen uns auch bei Marco Hiller bedanken, als er die Eins-gegen-eins-Situation gut meistert. Damit sind wir im Spiel geblieben. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann besser gemacht, hatten dann auch mehr Willen auf den zweiten Ball und sind zu Abschlüssen gekommen. Wir haben zwar auch was zugelassen, aber wir waren da griffiger. Man hat aber auch gemerkt, dass wir uns in das Spiel reingebissen haben. Manchmal muss man so ein Spiel über den Willen gewinnen. 

... über die Wichtigkeit eines solchen Sieges: „Wenn man so ein Spiel gewinnt, gibt das Selbstvertrauen und wieder drei Punkte. Wir dürfen auch die nervliche Belastung nicht unterschätzen, gerade auch für die jüngeren Spieler. Es ist alles sehr emotional, was auf die Mannschaft da einprasselt.“

Jan Mauersberger über ...

... den Last-Minute-Sieg über Rosenheim: „Wir sind glücklich, es war ein glücklicher Sieg. Wir haben heute auch etwas gegen unseren Schweinehund spielen müssen. Schön, dass wir belohnt worden sind. Es war ein hartes Spiel. die Partie unter der Woche hat uns auch Kraft gekostet. Aber gut, es geht gleich wieder weiter.“

... über die Leistung der Gäste: „Die Rosenheimer haben das gut gemacht heute, es war kein einfaches Spiel. Die konnten auch kicken und haben uns auch das ein oder andere Mal in Bedrängnis gebracht. Wir haben heute auch das nötige Glück auf unserer Seite gehabt.“

... über die Leistung der Löwen gegen Rosenheim: „Jeder Sieg ist positiv zu bewerten. Natürlich wissen wir auch, dass heute nicht alles geklappt hat. So wie in den vergangenen drei Spielen, nicht nur am Mittwoch war nicht alles Gold, was glänzt. Das hab ich immer wieder gesagt. Wir müssen weiter arbeiten und die Ruhe bewahren, aber natürlich tun Siege gut. Jetzt geht es am Dienstag weiter, leider ohne unsere Fans, die uns heut wieder bis zur letzten Minute hervorragend unterstützt haben. Da macht es einfach Spaß. Vielleicht war das auch der auschlaggebende Punkt, dass wir bis zur letzten Minute alles geben können.“

... über das Geisterspiel am Dienstag gegen Nürnberg II: „Es ist schade, aber sicherlich auch verdient, dass wir so eine Strafe bekommen haben aufgrund der Geschehnisse. Aber das müssen wir jetzt nicht so hoch hängen.“

... über die Wichtigkeit des Sieges: „Siege tun auch dem Umfeld gut, dass wir auch die politischen Zeiten wieder ein bisschen ruhiger gestalten können. Da hilft es natürlich, wenn wir sportlich erfolgreich sind. Aber auch jungen Spielern helfen Siege. Wir dürfen nicht abheben, wir wissen, dass es eine schwere Saison wird. Es fühlt sich natürlich gut an, es ist schön dass wir schon drei Siege haben. Aber die Saison ist noch ganz lang.“

... über die Unsicherheit der jungen Truppe im Spiel: „Rosenheim hat uns von vornherein gut zugestellt, hat uns nicht spielen lassen. Mit den Fans haben wir uns aber schon akklimatisiert.“

Regional Liga Bayern TSV 1860 München - TSV RosenheimSaison 2017 / 2018
Timo Gebhart feiert sein Tor zum 2:0. © sampics / Stefan Matzke

Timo Gebhart über ...

... die Schwierigkeiten der Löwen, ins Spiel zu kommen: „Man muss sagen, dass wir vor zwei Tagen schon ein Spiel hatten, das hat man gemerkt. Am Anfang waren wir immer einen Schritt zu spät. Die zweite Halbzeit war schon besser als die erste, aber im Endeffekt haben die Rosenheimer schon die bessere Chancen gehabt und haben auch sehr guten Fußball gespielt.“

... die harte Gangart der Löwen-Gegner, vor allem ihm selbst gegenüber: „Es war ja in jedem Spiel so, nicht nur bei mir. Die Gegner nehmen uns aus dem Spiel mit Fouls, bringen uns damit etwas aus dem Rhythmus, deswegen musst du immer weitermachen.“

... über das Gefühl, alleine auf das leere Tor in der Löwen-Kurve zuzulaufen: „Es ist ein schönes Gefühl, aber du musst konzentriert bleiben. Aber natürlich ist es schön, auf unserer Seite ein Tor zu machen. Ich wollte unbedingt noch das Tor machen, deswegen bin ich von hinten nach vorne gerannt und habe fast einen Krampf bekommen. Aber das war mir dann egal.“

... über das Geisterspiel am Dienstag gegen Nürnberg II: „Es ist schwierig. Heute haben uns die Fans am Schluss getragen. Es ist schon ein wenig krass. Ich finde das schon ein bisschen krass, dass wir in zwei Tagen schon wieder spielen, und dann noch ohne Zuschauer. Das, was hier los ist, das ist einfach geil, das treibt dich noch zehn Minuten mehr. Wir haben halt am Dienstag sozusagen kein Heimspiel, das wird auf alle Fälle komisch sein. Aber wir müssen alles rein hauen, wir müssen auf unbedingt gewinnen.“

ffu/fw

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