Final-Niederlage im Sechsmeterschießen

U19 der Löwen im Pech: Rang 2 bei Bayerischen Hallenmeisterschaften

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TSV 1860 München (A-Junioren Bundesliga) - Schade, dass war knapp. Die Junglöwen haben bei den Bayerischen Hallenmeisterschaften den Titel knapp verpasst. Der FC Ingolstadt gewann im Sechsmeterschießen.

Erstmals heißt der Bayerische Hallenmeister der U19-Junioren FC Ingolstadt 04. Der Junioren-Bundesligist triumphierte beim E.ON Cup 2016 im unterfränkischen Rimpar im Finale 7:6 nach Sechsmeterschießen gegen den Rekordsieger und Titelverteidiger TSV 1860 München. Dabei riss das Endspiel alle rund 650 Besucher in der nahezu ausverkauften Dreifachhalle von den Stühlen. Die Ingolstädter gingen per Doppelschlag durch Michael Sänger 2:0 in Führung (1. und 2. Spielminute) und schockten damit die Münchner, die zuvor alle Vorrundenspiele gewannen und auch das Halbfinale gegen den schwäbischen Hallenmeister FC Lauingen souverän für sich entschieden (4:0). Der Löwen-Nachwuchs gab aber nicht auf und schockte die Ingolstädter wiederum ebenfalls mit einem Doppelschlag durch Florian Neuhaus und Christopher Daferner kurz vor dem Abpfiff und glich praktisch in letzter Sekunde zum 3:3 aus. Florian Neuhaus hatte zwischenzeitlich für die Löwen verkürzt, Maximilian Thalhammer den alten Abstand wiederhergestellt. Im anschließenden Sechsmeterschießen bewiesen die Ingolstädter dann die besseren Nerven, revanchierten sich für die Vorjahresfinalniederlage und starteten ihre Fußballparty. Dritter wurde die SpVgg Greuther Fürth durch ein klares 5:0 gegen den FC Lauingen.

„Das ist eine absolut geile Sache für die Jungs, dass wir hier gewonnen haben. Die tolle Unterstützung der Fans hier in der Halle hat uns im Finale den nötigen Schwung verliehen“, erklärte ein euphorisierter Roberto Pätzold, Trainer des FC Ingolstadt 04, nach dem ersten Ingolstädter Sieg bei der Bayerischen U19-Hallenmeisterschaft der Vereinsgeschichte. Begeisterung pur herrschte auch beim Verbands-Jugendleiter Karl-Heinz Wilhelm. „Das war ein Turnier auf Top-Niveau. Man sieht einfach, dass der Futsal in Bayern angekommen ist. Von Jahr zu Jahr werden die Turniere hochklassiger“, so Wilhelm, der auch Ausrichter ASV Rimpar für dessen „hervorragende Organisation“ lobte.

Insgesamt über neun Stunden Junioren-Spitzenfußball bekamen die Besucher in Rimpar von den zwölf Finalisten geboten. Da durfte auch Fußballprominenz nicht fehlen. Am Spielfeldrand fieberte Club-Legende Marek Mintal als Co-Trainer mit seinen Schützlingen mit, auf der Tribüne saß unter anderem Bernd Hollerbach. Der Trainer des Drittligisten FC Würzburger Kickers und Turnierpate ließ sich das Fußballhighlight vor seiner Haustür natürlich nicht entgehen. „Es war ein sehr gutes Niveau. Hohes Tempo, schnelles Umschaltspiel, das gefällt mir sehr gut“, urteilte der Ex-Profi.

Bereits die 30 Vorrundenspiele ließen kaum Wünsche offen. Den ersten Paukenschlag bekamen die Fußballfans schon in der Auftaktpartie serviert, als der Club-Nachwuchs 0:1 gegen den schwäbischen Hallen-Bezirksmeister FC Lauingen verlor. Es sollte nicht das letzte Ausrufezeichen eines vermeintlich Kleinen gewesen sein. Auch Lokalmatador TSV Rottendorf wusste zu begeistern. Der Kreisligist bot seinen Anhängern, die die Zuschauerränge fest in ihrer Hand hatten und die Halle immer wieder in ein Tollhaus verwandelten, packende Partien, auch wenn es am Ende nur zu Platz zehn reichte. Immerhin trotzte der Außenseiter dem Bayernligisten SG Quelle Fürth ein 1:1 ab, die Partie gegen den übermächtigen TSV 1860 München ging nur knapp mit 1:2 verloren und die Bezirksoberliga-Truppe der SpVgg GW Deggendorf bezwang die Mannschaft von Trainer Jens Eiring sogar mit 2:1. Budenzauber in Reinform dann auch in den beiden Halbfinals. Die Münchner Löwen ließen einmal mehr Ball und Gegner laufen, präsentierten Futsal auf Top-Niveau und gewannen hochverdient gegen den FC Lauingen, der sich mit starken Auftritten den zweiten Rang in der Vorrundengruppe A gesichert hatte, mit 4:0. Im zweiten Ko.-Spiel trafen die Fürther Kleeblätter und der FC Ingolstadt 04 in einem Junioren-Bundesliga-Duell auf, wobei die Franken nach ihren fünf Vorrundensiegen die Favoritenrolle innehatten. Doch quasi mit dem Abpfiff erzielte Marin Pongracic das 1:0 für die Schanzer und sorgte für die Neuauflage des Finals aus dem letzten Jahr. In der mitreißendsten Partie des Turniers zogen die Schanzer dann dem Titelverteidiger und Bundesliga-Tabellenführer aus München den Zahn. „Ich bin total begeistert. Das war spannend von der ersten bis zur letzten Sekunde. Wir sind jetzt seit 13 Jahren Partner des Bayerischen Fußball-Verbandes und stolz, dass wir auch heuer wieder unseren Beitrag zum Jugendfußball und dem Ehrenamt leisten konnten. So ein Turnier bestätigt diese tolle Partnerschaft“, erklärte Gerald Flößer von Sponsor E.ON Energie Deutschland GmbH nach dem für alle spannenden Turniertag. Endstand: 1. FC Ingolstadt 04 2. TSV 1860 München 3. SpVgg Greuther Fürth 4. FC Lauingen 5. SG Quelle Fürth 6. FC Eintracht Bamberg 7. FC Weiden-Ost 8. 1. FC Nürnberg 9. TSV Ober- und Unterhaunstadt 10. TSV Rottendorf 11. SV Viktoria Aschaffenburg 12. SpVgg GW Deggendorf

Quelle: fussball-vorort.de

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