Der Stürmer im eigenen Strafraum

Löwen-Pechvogel Hain: "G'scheider wär's g'wesn …"

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Die entscheidenden Szenen des Spiels: ­Stephan Hain reißt Mike Frantz um, sieht die Gelbe Karte. Nils ­Petersen verwandelte den Elfer anschließend sicher.

München - Es gibt ein ungeschriebenes Fußball-Gesetz, das besagt, Stürmer haben im eigenen Strafraum nichts zu suchen. 1860-Stürmer Stephan Hain kann ein Lied davon singen.

Stephan Hain musste nach der 0:1-Niederlage gegen Freiburg zugeben, dass man doch besser so manche Fußball-Weisheit beherzigen sollte. Wie jene, dass Stürmer im eigenen Strafraum nichts verloren haben. „G’scheider wär’s g’wesn, wenn ich mich dran g’halten hätte“, sagte der Niederbayer, der den entscheidenden Elfmeter verursacht hatte. Hains unnötiger Abstecher ins Lager der Ringer war der Schlusspunkt einer Kette von Szenen, an denen der Löwen-Stürmer beteiligt war. Erst wurde Hain ungestraft vor dem gegnerischen Strafraum gefoult, im Gegenzug wurde ein Zweikampf zu seinen Ungunsten abgepfiffen, und der Freistoß führte schließlich zur Elferszene.

„Der Freistoß war sicher grenzwertig“, beklagte sich Hain und erhielt dabei Schützenhilfe von seinem Trainer. „Dass in dieser Szene gegen uns gepfiffen wurde, war schon ärgerlich“, sagte Torsten Fröhling.

Der Elfer selbst war ziemlich unstrittig. Auch wenn Hain davon sprach, dass sein Gegenspieler Mike Frantz ihn ebenfalls gezogen hätte, „und sich dann in mich hat reinfallen lassen“. Für diese Version benötigte man als Beobachter von draußen schon viel Fantasie.

Vor der Pause hätte Hain auf andere Art und Weise zum „Man of the match“ werden können. Nach schöner Flanke von Daylon Claasen nahm er den Ball per Seitfallzieher, zielte aber etwa einen Meter übers Tor. Im gleichen Strafraum, in dem er später den Elfmeter fabrizierte. Irgendwie war dieses Rechteck an diesem Tag einfach nicht sein Ort…

cm

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