Löwen-Boss meldet sich zu Wort

Mayrhofer: "Machtworte eines Präsidenten fehl am Platz"

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Löwen-Präsident Gerhard Mayrhofer.

München - Nach langer Zeit hat sich Löwen-Präsident Gerhard Mayrhofer mal wieder an die Sechzger-Fans gewandt und zu verschiedenen Entwicklungen beim TSV 1860 München Stellung bezogen.

Die Zeiten, in denen sich Löwen-Präsident Gerhard Mayrhofer über seine Facebook-Seite an die Fans wendet, sind lange vorbei. Sein letzter Eintrag datiert vom 4. August, dem Tag des ersten Sechzig-Spiels in dieser Zweitliga-Saison beim 1. FC Kaiserslautern. Was danach kam: Schweigen! Von vielen Seiten wurde der Ober-Löwe dafür kritisiert, dass er sich trotz der sportlichen Talfahrt, der Trennung von Trainer Ricardo Moniz, der Installation von Markus von Ahlen als dessen Nachfolger sowie dem zwischenzeitlichen Absturz auf den letzten Platz nicht ein einziges Mal öffentlich zur Lage bei den Löwen äußerte. Fehlende Führungsqualitäten warfen ihm seine Kritiker vor.

Jetzt aber, an diesem 7. November 2014, hat sich Mayrhofer endlich wieder an die Fans des TSV 1860 München gewandt. Nicht über seine Facebook-Seite, sondern ganz klassisch, "old-school" sozusagen, über die offizielle Webseite des TSV 1860 München.

Er bezog dabei unter anderem Stellung zu den Vorwürfen, er habe sich in den Zeiten der Krise zu sehr zurückgehalten und fehlende Präsenz gezeigt. "Einige haben reflexartig auf Präsidium, Geschäftsführung und Mannschaft geschimpft, nach Machtwörtern und Notfallplänen verlangt", so Mayrhofer, der einen derartigen Führungsstil für einen Präsidenten eines Fußballklubs aber als nicht zeitgemäß ansieht. "Machtworte eines Präsidenten sind grundsätzlich fehl am Platz und gehören in eine Zeit, als Einzelne sich gerne im Glanz des Vereins sonnten", schreibt er. Seine Rolle als Löwen-Präsident interpretiert Mayrhofer "als die eines ehrlichen Kapitäns, der die Interessen des Vereins in jeder Sekunde vertritt und das Löwenschiff mit ruhiger Hand notfalls auch durch schwere See steuert."

Trotz der schwierigen sportlichen Situation glaubt der Sechzger-Boss den Verein gut aufgestellt. Bange ist ihm nicht. "Mich beruhigt, dass unsere sportliche und geschäftliche Leitung trotz aller Störgeräusche mit Volldampf weiter für diesen Verein arbeitet - in einer Atmosphäre des gegenseitigen Vertrauens und des respektvollen Umgangs miteinander. Natürlich wird hin und wieder in der Sache kontrovers diskutiert. Am Ende steht aber immer ein Konsens, den alle gemeinsam tragen zum Wohle des Vereins."

Quertreibern und Unruhestiftern dagegen, Helmut Kirmaier aufgepasst, will Mayrhofer keinen Platz zur Entfaltung mehr geben. "Allein der Verein ist wichtig. Er hat unser aller Fürsorge verdient. Wer aber aus egoistischen Motiven ständig neue Kampfzonen aufmacht, die zu begradigen Energie und Geld kostet, schadet dem TSV 1860 und unser aller Zukunft."

Den kompletten offenen Brief des Löwen-Präsidenten lesen Sie hier.

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