Rama dreht das Spiel für 1860

Löwen schlagen Grödig - "Einstellung war okay"

München - Die Löwen haben sich für die peinliche 0:4-Testspielklatsche gegen Drittligist VfB Stuttgart II vor einer Woche rehabilitiert. Gegen Grödig gab es einen wichtigen Sieg.

Wurde eingewechselt und brachte viel frischen Wind ins Spiel der Löwen: Valdet Rama, hier beim Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1.

Die Löwen haben sich für die peinliche 0:4-Testspielklatsche gegen Drittligist VfB Stuttgart II vor einer Woche rehabilitiert. Vor 400 Zuschauern an der Grünwalder Straße schlugen sie am Freitag den SV Grödig (zur Winterpause Siebter von zehn Teams in Österreichs erster Liga) mit 2:1 (0:1). Auch die Meisterlöwen Bernd Patzke und Hansi Reich sowie Ex-Torjäger Bernhard Winkler waren anwesend und wollten sich ein Bild machen. Matchwinner war der zur Pause eingewechselte Valdet Rama mit zwei Treffern. „Der Sieg war wichtig für den Kopf. Jetzt können wir weiter dranbleiben, den Weg weiterzugehen, den wir uns vorgenommen haben“, sagte er.

Auch Guillermo Vallori war erleichtert: „Im Vergleich zum Stuttgart-Spiel hat man eine andere Mannschaft gesehen – aggressiv und dominant.“ Und Sportdirektor Gerhard Poschner ergänzte: „Die Einstellung war okay.“ Wie gegen den VfB II geriet 1860 früh in Rückstand. Yordy Reyna tanzte Vallori und Kagelmacher aus und netzte ein (11.). Die Löwen hatten vor dem Wechsel nur eine Torchance: Mulic traf die Latte (14.). Präsident Gerhard Mayrhofer schaute sich das Spiel vom dritten Stock der Geschäftsstelle aus an. Mit neuem Personal auf dem Feld (u.a. Rama) und neuem Torwart (Ortega für Eicher) ging’s weiter: vor allem Rama sorgte für Durchschlagskraft. In der 63. Minute schloss er eine Kombination über rechts zum 1:1 ab, danach bereitete er die nächste Großchance vor (der eingewechselte Glatzel traf aus kurzer Distanz den Keeper/69.). Und wieder Rama erzielte in der 88. Minute per Elfmeter (Wolf war gefoult worden) den Siegtreffer. Selten war ein Testspielerfolg für die Stimmung im Umfeld von 1860 so wichtig. Aber Stefan Ortega warnte sofort: „Sicher, der Sieg gegen einen guten Gegner war wichtig. Aber wir sind trotzdem in der Tabelle noch immer unten drin. Trotzdem war unser Auftreten heute viel besser.“

Präsident Mayrhofer (r.) mit Vize Altmann in der Geschäftsstelle.

Auch Markus von Ahlen war zufrieden. „Wir haben gegenüber dem Stuttgart-Spiel eine Leistungssteigerung gezeigt“, sagte der Löwen-Coach, „das ist das Wichtigste im Moment. Im Abschluss allerdings hätten wir mehr Ruhe gebraucht, und auch der letzte Pass hat manchmal gefehlt.“ Es gibt noch genug zu tun, und beileibe nicht alle Beobachter waren so optimistisch wie jener Kiebitz, der nach Ramas Tor zum 1:1 losbrüllte: „Jetz steign ma auf!“ Zum Lachen gibts halt immer noch was bei Sechzig… cm

Der Spielverlauf im Ticker zum Nachlesen.

Bilder: Löwen besiegen Grödig nach Rückstand

Bilder: Löwen besiegen Grödig nach Rückstand

tz

Rubriklistenbild: © sampics / Stefan Matzke

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