Löwen-Sportchef steht Rede und Antwort

Poschner: "Das Ziel? 20 Punkte"

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Löwen-Sportchef Gerhard Poschner.

München - Gerhard Poschner hat es gerade nicht leicht. Jetzt antwortete der Löwen-Sportchef auf den Vorwurf, er wäre ein Schönfärber, und erklärte auch, was er noch vorhat.

Ruhe bewahren ohne dabei auch nur annähernd den Eindruck von Sorglosigkeit zu erwecken – das ist die anspruchsvolle Aufgabe, die es für die Löwen-Verantwortlichen in dieser Länderspielpause zu meistern gilt.

Trainer Markus von Ahlen und die Mannschaft sind am Donnerstag um 14 Uhr beim Testspiel in Friedrichshafen gegen den von Ciriaco Sforza trainierten Schweizer Zweitliga-Spitzenreiter FC Wohlen gefordert. Neben dem stolzen Techniker Leonardo soll dort auch der 2,03 m große Stürmer Fejsal Mulic aus dem Regionalliga-Team eine längere Arbeitsprobe abgeben. Doch auch abseits des Platzes gibt es einiges zu klären. Im Rahmen der „Pressestüberl“-Einweihung stand am Mittwoch Sport-Geschäftsführer Gerhard Poschner Rede und Antwort.

Wie er mit dem Vorwurf umgehe, den Ernst der sportlichen Situation zu verkennen, lautete eine der ersten Fragen an den ehemaligen Bundesliga-Profi. Poschners Antwort (mit entschlossenem Blick): „Wir reden gar nix schön! Wir sind uns der Situation mehr als bewusst, dass wir auf Platz 15 stehen und sechs Punkte zu wenig haben. Aber wenn man die richtigen Schlüsse draus zieht und entsprechend handelt, dann sind solche Extremsituationen gut für die Entwicklung. Es wächst schneller was zusammen. Und die Spreu trennt sich vom Weizen.“

Die Spreu, das sind nach disziplinarischen Verfehlungen derzeit Bobby Wood und Markus Steinhöfer. Vom US-Nationalspieler erwarten sich die Löwen mehr Einsatz und vor allem Kritikfähigkeit, Steinhöfer soll als erfahrener Gutverdiener mehr sein als nur ein Mitläufer. „Die Tür für beide steht weit offen“, sagt Poschner. „Abgeschrieben ist hier überhaupt niemand.“

Auch die Saisonziele sind für den Sportchef noch nicht passé. Acht Punkte trennen die Löwen aktuell vom oberen Tabellendrittel. Zumindest der Abstand nach ganz unten soll bis zum Ende der Hinrunde auf ein beruhigendes Maß vergrößert werden. „20 Punkte nach den kommenden vier Spielen sollten schon das Ziel sein“, sagt Poschner. Heißt: Aus den Partien in Berlin, gegen Frankfurt, in Nürnberg und gegen den KSC wollen die Löwen insgesamt acht Zähler mitnehmen. Bisher blieben in 13 Saisonspielen zwölf Punkte hängen. Im Vorjahr waren es zum selben Zeitpunkt 15, bei einem Torverhältnis von 10:15. Es folgten vier Siege mit je einem Treffer Unterschied. Vergangenheit.

Die Gegenwart lautet Abstiegskampf. Oder doch nicht? Poschner kommt der Begriff mindestens zehn Spieltage zu früh. „Was wirklich konstant ist in dieser Liga, das wird sich in der Rückrunde zeigen.“ Die beginnt noch in diesem Jahr mit den Abendspielen gegen den 1. FC Kaiserslautern (17.12, 17.30 Uhr) und bei RB Leipzig (22.12., 20.15 Uhr). Eine „staade Zeit“ wird bei 1860 so schnell nicht einkehren.

lk

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