Löwen-Stürmer soll bleiben - Möhlmann:

"Es sei denn, jemand bietet zehn Millionen für Okotie"

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Benno Möhlmann (l.) mit Rubin Okotie.

München - Benno Möhlmann zeigt sich im Poker um Rubin Okotie gelassen. Er denkt genauso wenig daran, den Stürmer ziehen zu lassen wie Oliver Kreuzer.

Dass Rubin Okotie seinen Berater gewechselt hat, wurde am Montagabend öffentlich gemacht. Zwei Tage nach seinen drei Treffern in Paderborn, die den Löwen-Torjäger ins Rampenlicht katapultiert haben. Es ist die gleiche Agentur – EMG Mundial –, die auch Julian Weigl und Marius Wolf betreut. Weigl hat den TSV 1860 im Sommer in Richtung Dortmund verlassen, Wolf nach langem Hin und Her vor einigen Wochen seinen Vertrag in München bis 2019 verlängert. Mit welchen Ausstiegsklauseln auch immer. Und Okotie? Kaum war der Beraterwechsel vollzogen, kursierten auch schon Namen von Klubs, die an ihm interessiert sein sollen. Zum Beispiel Newcastle United.

Der Tabellenvorletzte aus der Premier League sei sogar schon an einem Transfer im Winter interessiert, was den Löwen noch eine Ablösesumme einbringen würde. Ein Fakt, der allerdings bei Benno Möhlmann keine Begeisterungsstürme entfachen würde. „Ich denke nicht, dass wir nach der Winterpause auf Okotie verzichten können“, sagte der Löwentrainer und fügte mit einem Lächeln hinzu: „Es sei denn, es bietet jemand zehn Millionen Ablöse.“ Das aber ist genau so utopisch wie die Hoffnung, dass ein Spiel mal 8:8 ausgeht. Ein von Scherzkeks Möhlmann ja gern genommenes Ergebnis, wenn er nach einem Tipp gefragt wird.

Sportchef Oliver Kreuzer denkt ebenfalls nicht daran, Okotie im Januar ziehen zu lassen. „Das ist überhaupt kein Thema“, sagte der 50-Jährige, „bei uns hat auch kein Verein wegen Rubin angefragt.“

Okotie sei „viel zu wichtig für uns, als dass wir dran denken, ihn jetzt abzugeben“, fuhr Kreuzer fort. „Ich habe ja auch immer an ihn geglaubt, auch vor den vier Toren, die er in den letzten beiden Spielen geschossen hat.“ Und dass 1860 voraussichtlich eine Ablöse durch die Lappen geht, wenn Okotie sich im Sommer verabschieden sollte, juckt Kreuzer schon gar nicht. „Lieber habe ich den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach“, sagte er. „Aber ich glaube, dass Rubin mit dem Thema 1860 noch nicht abgeschlossen hat. Sollten allerdings im Sommer tatsächlich englische Vereine an ihn rangehen, dann werden wir logischerweise finanziell nicht mithalten können.“

Am Freitag gegen den FSV Frankfurt kann Okotie sowohl erneut den Löwen helfen, als auch was für seinen Marktwert tun. Gute Nachrichten vor dem Duell gegen Möhlmanns Ex-Klub gibt es auch aus dem Löwen-Lazarett: Wie die Löwen mitteilten, stiegen Stephan Hain (Knie), Valdet Rama (Adduktoren) und Maxi Wittek (Prellung am Sprunggelenk) gestern wieder ins Teamtraining ein. Korbinian Vollmann(Wadenverhärtung) und Marius Wolf (Knie) arbeiteten hingegen nur individuell.

tz

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