Jetzt brauchen die Löwen Schützenhilfe

"Katastrophal!" 1860 (fast) ganz unten

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Der Abstieg rückt näher: Aus eigener Kraft kann der TSV 1860 den Klassenerhalt nach dem 0:3 gegen Union Berlin nicht mehr schaffen.

München - Vor zwei Wochen platzten die Löwen noch vor Freude, vor Erleichterung und neuem Selbstvertrauen. Jetzt ist alles anders, der TSV 1860 steht endgültig vor dem Abgrund.

Vor zwei Wochen beim 2:1-Last-Second-Sieg gegen den VfL Bochum hatten Verantwortliche und Fans des TSV 1860 noch Tränen der Freude und Erleichterung vergossen. Am Sonntag nach diesem 0:3 (0:1) gegen Union Berlin, der ersten Niederlage überhaupt gegen die Köpenicker, dürfen nicht wenige Anhänger der Sechziger salziges Augenwasser der Verzweiflung in ihre Kopfkissen gedrückt haben. Pfosten, Latte, auf der Linie klärende Abwehrspieler – alles war an diesem Nachmittag im Nieselregen vor 18.800 Zuschauern gegen die Löwen gelaufen. Der Ball, er wollte einfach nicht rein ins Berliner Tor.

Da die Abstiegskonkurrenten aus Fürth (3:0 gegen Düsseldorf), St. Pauli (1:0 gegen Leipzig) und Aue (3:1 gegen KSC) ihre Heimspiele gewannen, rutschten die Löwen an diesem 31. Spieltag auf Tabellenplatz 17, der in der Endabrechnung die direkte Qualifikation für die Dritte Liga bedeuten würde.

„Es war ein verdienter Sieg für Union Berlin, ich bin sehr sehr enttäuscht, dass wir an die Leistung der letzten beiden Spiele nicht anknüpfen konnten“, sagte Trainer Torsten Fröhling. „Was wir uns vorgenommen hatten, konnten wir in keinster Weise umsetzen. Jetzt müssen wir die Mannschaft ganz schnell wieder aufbauen.“

Mit Rubin Okotie in der Startelf war Fröhling die Aufgabe gegen Union angegangen. „Rubin soll 120 Prozent Einsatz zeigen. Vielleicht geht dank ihm ein positiver Ruck durch die Mannschaft”, hatte Sportchef Gerhard Poschner gehofft. Es blieb bei der Hoffnung.

Zur Halbzeitpause konnten die Löwen froh sein, dass es nur 0:1 stand. Polters Hackentreffer in der 19. Minute war ein Fehler von Jannik Bandowski vorangegangen, der Flankengeber Quiring gewähren ließ. „Katastrophal. Wir haben in der ersten Halbzeit viel zu weit weg von den Leuten weggestanden, zu viel Raum gelassen, da kann jede Mannschaft Fußball spielen“, bilanzierte Kapitän Chris Schindler. „Wir hatten nur zehn starke Minuten – die reichen nicht.“

In dieser Drangphase zwischen der 70. und 80. Minute köpfelte Gui Vallori an den Pfosten, Gary Kagelmacher traf im Nachsetzen die Latte, Wolfs Kopfball wurde von Leistner auf der Linie geklärt und Okotie scheiterte aus zwei Metern an Keeper Haas. Es folgte der Todesstoß in der 80. Minute: Freistoß Schönheim, Schindler ließ am langen Pfosten Kreilach laufen, volley, flach, drin – 0:2. Polters Treffer zum 0:3 (89.) war der Schlusspunkt. „Der Sieg ging auch in dieser Höhe in Ordnung“, fand Union-Coach Norbert Düwel.

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Und wie geht’s bei 1860 weiter? Trainer Fröhling hat heute einen „wichtigen privaten Termin“ in Hamburg, Co-Trainer Collin Benjamin leitet das Auslaufen. Am Dienstag beginnt die Vorbereitung auf das Freitagsspiel beim FSV Frankfurt. „Wir brauchen jetzt drei Siege“, meinte Rubin Okotie. Fröhlings Schlusswort zum Sonntag: „Es sind noch drei Spiele, jetzt sind wir in der Hinterhand. Es geht bis zum Schluss, auch wenn wir das alle gerne anders gehabt hätten.“ Gerhard Poschner sagte bei Sky: „Die Niedergeschlagenheit ist groß, aber die Saison ist noch nicht vorbei.“

Das Restprogramm der Abstiegskandidaten

Fürth (Platz 14, 31 Punkte, 30:37 Tore): Heidenheim (A), Darmstadt (H), Leipzig (A).

St. Pauli (Platz 15, 33:49 Tore, 31 Punkte): Kaiserslautern (A), Bochum (H), Darmstadt (A).

Aue (Platz 16, 28:44 Tore, 31 Punkte): Berlin (A), Kaiserslautern (H), Heidenheim (A).

1860 (Platz 17, 38:48 Tore, 30 Punkte): Frankfurt (A), Nürnberg (H), KSC (A).

Aalen (Platz 18, 29:40 Tore, 28 Punkte): Düsseldorf (A), Heidenheim (H), Nürnberg (A).

lk, tz

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