Erste Heimniederlage der Saison

Löwen-U19 patzt gegen Kellerkind

+
Die A-Junioren des TSV 1860 München um Stürmer Moritz Heinrich gingen bei der 2:3-Niederlage gegen den KSC zum ersten Mal als Verlierer vor heimischem Publikum vom Platz.

TSV 1860 München (U19) - Am Samstag war es soweit. Gegen den Karlsruher SC setzte es für die A-Junioren des TSV 1860 München die erste Heimniederlage der Saison. Trainer Steinberger war mit der Leistung seiner Burschen ganz und gar nicht zufrieden.

Im Kampf um die Meisterschaft in der Staffel Süd/Südwest der A-Junioren-Bundesliga mussten die Münchner Löwen einen herben Dämpfer hinnehmen. Durch die 2:3-Niederlage gegen den Karlsruher SC und dem gleichzeitigen 3:0-Erfolg der U19-Mannschaft der TSG Hoffenheim, ist der Vorsprung auf Platz zwei auf einen mickrigen Zähler zusammengeschmolzen. Dabei hatte Trainer Josef Steinberger seine Nachwuchskicker im Vorfeld explizit vor der Spielstärke der Badener gewarnt und etwaige Anfälle von Arroganz oder vorschneller Siegesgewissheit dringlichst untersagt. 

Geholfen hat es leider nichts. Schon nach 20 Minuten lagen die Junglöwen gegen engagiert zu Werke gehende Karlsruher mit 0:2 in Rückstand. Für Steinberger war dies der Anfang vom Ende: „Gegen einen angeschlagenen Gegner so früh das 0:1 bekommen ist fatal. Damit haben wir Karlsruhe aufgebaut.“ Bis zum Pausentee rannten sich die Sechziger häufig in der Defensive des KSC fest und es blieb beim Abstand von zwei Toren.

Nach einer saftigen Kabinenpredigt starteten die Löwen deutlich zielstrebiger in die zweite Halbzeit. Nach einem Latten-Kracher von Florian Neuhaus (61.), war es nur eine Minute später Dennis Dressel vorbehalten, den Ball nach einer kurzen Ecke von Alexander Fuchs zum Anschlusstreffer in die Maschen zu jagen. Jetzt sollte es schnell gehen. Bereits in der 65. Minute war es erneut Dressel, der einen klugen Neuhaus-Querpass am langen Eck zum 2:2-Ausgleich über die Linie drückte. Mit dem psychologischen Vorteil im Rücken reihte sich für die Löwen nun Chance um Chance auf den Treffer zur erstmaligen Führung. Aber, wie so oft im Fußball, rächte sich die schlechte Chancenverwertung und das kopflose Anrennen, als sich Marvin Mehlem nach einem Konter des KSC frei vor 1860-Keeper Maximilian Engl wiederfand und eiskalt zum 3:2-Siegtreffer vollendete (86.).

Für Trainer Steinberger war der Sieg der Karlsruher indes verdient. „Aufgrund der Leidenschaft und dem Willen, mit dem Karlsruhe hier aufgetreten ist, geht der Sieg in Ordnung“, konstatierte der Löwen-Coach gegenüber tsv1860.de und formulierte damit indirekt, was seinem Team an diesem Tag gefehlt hatte. „Mit 80 Prozent gewinnst du in der Bundesliga keine Spiele. Ich hoffe, dass die Niederlage jedem die Augen geöffnet hat, dass es ein Warnschuss zur rechten Zeit war“, hofft Steinberger bei seiner Mannschaft auf einen schnellen Lerneffekt und eine entsprechende Reaktion beim Derby gegen den FC Bayern am kommenden Sonntag.  

Quelle: fussball-vorort.de

auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Keine Einigung mit Forren - Gustavo fliegt mit nach München
Keine Einigung mit Forren - Gustavo fliegt mit nach München
Warten auf die Neu-Löwen - und was macht die 1860-Konkurrenz?
Warten auf die Neu-Löwen - und was macht die 1860-Konkurrenz?
Aigner: Keine Angst vor der Rückrunde
Aigner: Keine Angst vor der Rückrunde
„Geistig verwirrt“: Eichin geht gegen Sexshop-Betreiberin vor
„Geistig verwirrt“: Eichin geht gegen Sexshop-Betreiberin vor

Kommentare