TSV 1860 träumt von der Meisterschaft

Löwen-U19 überwintert auf Platz 1: „Eine überdimensional hohe Qualität“

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Die Löwen-U19 ist derzeit das Maß aller Dinge.

Nach einer nahezu makellosen Hinrunde hat die U19 des TSV 1860 zum Rückrundenauftakt auch das Gastspiel beim 1. FC Saarbrücken für sich entschieden. Bereits das Hinspiel hatte Josef Steinbergers Mannschaft gegen die Saarländer locker mit 8:0 gewonne

Damit hatte das Team den Grundstein für eine grandiose Hinserie gelegt. Dennoch warnte der 42-jährige Trainer der Junglöwen noch vor dem Spiel: „Jedem im Team muss klar sein, dass es nicht wie im Hinspiel laufen wird. Uns wird nichts geschenkt werden, das wird alles andere als ein Spaziergang.“

Mit dem 3:1-Erfolg gegen Saarbrücken überwintert die Steinberger-Elf als Tabellenführer. Vier Punkte Vorsprung auf die TSG Hoffenheim, die die A-Junioren-Bundesliga Staffel Süd/Südwest in den beiden Vorjahren dominiert hatte, weisen die Münchner nach der Hinrunde auf. Doch ausschlaggebend ist im Grunde Platz zwei, da sich die beiden Staffel-Ersten nach Abschluss der regulären Saison für die Endrunde der besten vier Mannschaften um die Deutsche Meisterschaft qualifizieren. Und auf den drittplatzierten VfB Stuttgart haben sich die Junglöwen bereits ein komfortables Polster von elf Zählern erarbeitet.

Letztmals hatte der Nachwuchs des Zweitligisten im Sommer 2011 an der Meisterschaftsendrunde teilgenommen, damals allerdings stellte schon im Halbfinale der 1. FC Kaiserslautern die Endstation dar. Gewonnen hat der TSV 1860 die A-Junioren-Meisterschaft noch nie, 2004 durfte sich mit dem FC Bayern zum letzten Mal ein Münchner Team in die Siegerliste eintragen. Von 14 Partien wurden elf gewonnen, einzig in Hoffenheim mussten sich die Junglöwen geschlagen geben (0:2). Angreifer Moritz Heinrich führt mit zwölf Treffern die Torjägerliste der Liga an.

Der aktuelle Erfolg aber basiere auf „vielen Faktoren“, wie Nachwuchs-Leiter Wolfgang Schellenberg ausführt. Zum einen verfüge der Kader über „eine überdimensional hohe Qualität“ und sei „auch in der Breite sehr gut aufgestellt“. Zum anderen, so Schellenberg, „ist es bis jetzt auch optimal gelaufen, nach dem guten Start sind wir in einen Lauf gekommen“. Darüber hinaus seien diese fantastischen Resultate „nicht möglich, wenn nicht schon vorher gute Arbeit geleistet worden wäre“.

Sorgen, dass der so erfolgreiche Jahrgang nach der Saison zu großen Teilen das Weite sucht, treiben den 44-jährigen Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) nicht um. Im Gegensatz zur Konkurrenz könne der TSV 1860 eine „hohe Durchlässigkeit“ bieten. „Der Kampf um die Toptalente tobt jedes Jahr, das ist diesmal auch nicht anders“, lässt sich der NLZ-Leiter nicht aus der Ruhe bringen, „letztlich muss das der Spieler immer für sich selbst entscheiden“.

Trotz der historischen Chance – auch Schellenberg spricht von einer „hohen Wahrscheinlichkeit, uns für die Endrunde zu qualifizieren“ – unterstreicht er, dass die U19 „klar eine Ausbildungsmannschaft bleibt. Wenn wir der Meinung sind, dass sich ein Spieler in der U21 besser entwickeln könnte, dann werden wir ihn hochziehen“. Dennoch träumt auch der NLZ-Leiter vom Duschmarsch bis ins Finale: „Der Titel wäre eine Auszeichnung für die Arbeit des gesamten Nachwuchsbereichs bei uns.“

Quelle: fussball-vorort.de

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