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Löwen verkaufen Tickets für das Geisterspiel - das steckt dahinter

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Von: Florian weiß

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Der TSV 1860 muss gegen Nürnberg II vor leeren Rängen spielen.
Der TSV 1860 muss gegen Nürnberg II vor leeren Rängen spielen. © Klaus Haag

Mit einer ungewöhnlichen Aktion geht der TSV 1860 das anstehende Geisterspiel am Dienstag im Grünwalder Stadion an. Die Fans können sogenannte „Fairplay-Tickets“ erwerben - ohne Zutritt zum Stadion.

München - Ungewöhnliche Aktion des TSV 1860: Für das Heimspiel am kommenden Dienstag, den 1. August um 14 Uhr gegen den 1. FC Nürnberg II, bei dem keine Zuschauer zugelassen sein werden, verkaufen die Löwen symbolische Karten. Diese berechtigen aber weder zum Zutritt ins Grünwalder Stadion, noch gelten sie als Fahrkarte für den MVV. Wozu das Ganze also?

Mit den sogenannten „Fairplay-Tickets“ für je 10,60 Euro, einer gold-geprägten Sonderedition, sollen sich die Anhänger mit ihrem Herzensverein solidarisch zeigen. Mit den Karten sollen aber nicht in erster Linie die wegbrechenden Zuschauereinnahmen, die durch das Geisterspiel entstehen, ausgeglichen werden, sondern sollen in das Nachwuchsleistungszentrum und das Team von Daniel Bierofka investiert werden.

Die „Fairplay-Tickets“ gibt es im Online-Ticketshop der Löwen zu kaufen. Alle Käufer bekommen eine personalisierte Eintrittskarte, das kostenlos zugesendet wird. Zudem wird jeder Unterstützer auf Wunsch zum Dank namentlich in einer speziellen Print-Anzeige erwähnt.

Der TSV 1860 war in Folge der von sechs Vorkommnissen - darunter die Randale beim Relegationsrückspiel gegen Jahn Regensburg (0:2) - zu dem Geisterspiel verurteilt worden, die Löwen haben das Urteil akzeptiert. „So etwas wie im Relegationsrückspiel gegen Regensburg wollen wir nicht noch einmal erleben, denn es ist nicht nur mit einem großen wirtschaftlichen, sondern auch mit einem riesigen Image-Schaden verbunden“, erklärt 1860-Geschäftsführer Markus Fauser. Er betont aber auch: „Unsere Fans haben sich in den ersten drei Spielen genauso stark präsentiert wie unser Team, nicht nur kämpferisch und laut, sondern auch fair.“

fw

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