2:3 daheim gegen Sandhausen

Löwen versprechen: "Wir geben uns nicht auf"

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Vertraute Bilder: die Löwen am Sonntag beim 2:3 gegen Sandhausen.

München - Am Samstag wurden die Löwen jäh auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Mit der Heimpleite gegen Sandhausen ist das große Zittern zurück bei 1860.

Ein Duselsieg gegen St. Pauli, ein glücklicher Punkt in Ingolstadt – das genügte, um beim TSV 1860 und seinen Fans neue Hoffnung auf den Klassenerhalt zu wecken. Am Samstag wurden die Löwen jäh auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Das 2:3 (1:1) vor 17 100 Zuschauern gegen Sandhausen ließ das mühsam erworbene Selbstvertrauen binnen weniger Minuten dahinschmelzen. Statt den Vorsprung auf den Relegationsplatz auf vier Punkte auszubauen, ist es vor dem anstehenden Auswärtsspiel bei Greuther Fürth am Freitag nur ein Zähler, der die Mannschaft von Trainer Torsten Fröhling vom Tabellen-Sechzehnten Erzgebirge Aue trennt.

„Wir haben bis zum Schluss gekämpft, aber es hat nicht gereicht“, sagte Fröhling sichtlich geknickt auf dem Pressepodium. „Wir wussten um die Stärke von Sandhausen bei Standards, umso trauriger ist es, dass wir drei Tore nach Standards bekommen – da haben wir uns dumm angestellt.“

Ein Missverständnis zwischen Weigl und Bandowski ermöglichte Wooten in der 7. Spielminute die Führung für Sandhausen. Dem Mittelstürmer war die Kugel am Sechzehner vor die Füße gefallen, seinen Flachschuss konnte Eicher nicht mehr um den rechten Pfosten drehen. Wenn es irgendwas Positives für 1860 an diesem Spiel gab, dann die Tatsache, dass sich das Team vom frühen Rückstand und Hains verletzungsbedingtem Ausscheiden in der 27. Minute (Oberschenkelzerrung links) nicht umwerfen ließ. Im Gegenteil: Kagelmachers Sonntagsschuss in der 33. Minute, als der Uruguayer eine Linksflanke von Wittek vom rechten Strafraumeck aus in den linken Winkel jagte, bildete den Auftakt einer stürmischen Viertelstunde, nach der Sandhausen froh sein konnte, mit einem 1:1 in die Kabine gekommen zu sein.

Nach der Pause war die Messe allerdings schnell gelesen. Erst legte Vallori unfreiwillig für Kübler auf, dessen Flanke Stiefler aus 14 Metern wuchtig ins rechte Kreuzeck köpfte (47.). Fünf Minuten später verlor Vallori nach einem Freistoß aus dem Halbfeld das Kopfballduell gegen Kister, Ex-Löwe Nicky Adler war am entfernten Pfosten schneller als Wolf, wieder Kopfball, 1:3 (52.).

Löwen-Pleite gegen Sandhausen - Siebenmal Note 5!

Löwen-Pleite gegen Sandhausen - Siebenmal Note 5!

Fröhling ersetzte den angeschlagenen Wolf (Sprunggelenk) durch Claasen (61.), brachte wenig später Rama für Wittek, doch Druck konnten die Löwen nicht wirklich aufbauen. „Wir waren nicht zwingend“, sagte Fröhling. Kagelmachers Anschlusstreffer in der Nachspielzeit, als er nach einem Fangfehler von Keeper Riemann mit dem rechten Fuß zur Stelle war, kam zu spät, um dem Spiel noch eine Wende zu geben.

„Die Tore sind was Besonderes für mich, es ist aber ein komisches Gefühl, wenn du danach verloren hast“, sagte Kagelmacher. „Wir haben einige große Fehler gemacht, danach mussten wir Risiko gehen. Wir haben es probiert, aber vielleicht nicht mit der nötigen Qualität.“

Daniel Adlung war um Optimismus bemüht: „Natürlich ist die Situation prekär. Wenn wir nächste Woche in Fürth gewinnen, ist Fürth auch wieder dabei.“ Schlusswort Fröhling: „Wir geben uns nicht auf.“ Wäre auch nicht ratsam bei zehn verbleibenden Spielen…

Der Spielverlauf im Ticker zum Nachlesen.

lk

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