Löwen verteidigen Tabellenführung

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Christian Köppel erzielte in der 87. Minute den Siegtreffer für die kleinen Löwen.

TSV 1860 München II - Nachdem die Reserve des TSV 1860 die ersten beiden Saisonspiele in der Regionalliga Bayern für sich entschieden hat, hatte der Löwen-Nachwuchs allen Grund, sich bereits zu diesem frühen Zeitpunkt auf dem Zaun von den euphorischen Anhängern bejubeln zu lassen.

Zumal die Umstände dramatisch gewesen waren, unter denen Torsten Fröhlings Mannschaft am Dienstagabend im Heimspiel gegen Eintracht Bamberg den Platz an der Spitze verteidigte. Die Heldenrolle hatte dabei Christian Köppel übernommen. Dabei hatte es lange nicht danach ausgesehen, dass diese für den 19-Jährigen reserviert war. Er selbst habe sich „während der zweiten Halbzeit irgendwann gedacht, dass heute ja gar nichts geht“, räumte der junge Mittelfeld- Akteur ein. Hatte sich Köppel doch lange als Symbolfigur für die gesamte Darbietung der Junglöwen angeboten. Bereits früh (7.) nach einem leichtfertigen Ballverlust in Rückstand geraten, hatten die Platzherren in der Folge die Bamberger zwar in deren Hälfte eingeschnürt, beim Abschluss jedoch fehlte stets die Präzision.

In der 87. Spielminute aber erzwang der agile 19-Jährige per Kopf zunächst den Ausgleich und in der Nachspielzeit brachte er den Ball nach einem langen Eckstoß noch einmal vor das Tor, wo Peter Kurzweg den Ball zum 2:1-Siegtreffer über die Linie drückte. Spät zwar, aber nicht zu spät, sollte sich die „saftige Halbzeitansprache“ des Trainers, von der Köppel später erzählte, also doch noch bezahlt machen. Dennoch schärfte Fröhling die Sinne, dass „so ein Kraftakt nicht immer gut geht. Wir müssen in Zukunft von Anfang an zu hundert Prozent da sein“. Sonst bekommen die Junglöwen womöglich schon am Samstag die Rechnung präsentiert.

Müssen sie doch um 14 Uhr bei Aufsteiger VfR Garching zum Lokalduell antreten. Daniel Webers Mannschaft verbuchte am Dienstag den ersten Regionalliga-Sieg der Vereinshistorie. Nach dem unglücklichen 1:3 in Buchbach zum Auftakt stellte der Neuling schon drei Tage später unter Beweis, lernfähig zu sein. In Schweinfurt sicherten Stefan Prunitsch (62.) und Oliver Hauck (80.) einen verdienten 2:0-Erfolg. Der 41-jährige Coach erklärte stolz, dass „wir doch nicht 300 Kilometer zu einem Auswärtsspiel fahren, um Punktelieferant zu sein“. Seiner Elf attestierte er vor allem eine „gute, clevere Defensivleistung“, darüber hinaus kündigte er an, „dass wir auch noch Andere ärgern werden“. Vielleicht schon am Samstag.

Quelle: fussball-vorort.de

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