Santos, Pagenburg & Co.

Die Löwen-Wintertransfers im Check

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Wintertransfers sind eine heikle Sache – nicht nur beim TSV 1860. Heuer setzen die Löwen auf Yuya Osako (23) und Markus Steinhöfer (27, r.). „Dieses Mal liegen wir nicht falsch“, hofft Sportchef Florian Hinterberger (l.). Der tz-Check der Winterzugänge im vergangenen Jahrzehnt.
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2003/04: Gerhard Poschner (Foto), Fernando Santos: Die Löwen überwintern mit sechs Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone. Trainer Falko Götz freut sich über Null-Euro-Zugang Poschner (damals 34) und den Abwehr-Brasilianer Fernando Santos (23, für 1,2 Mio. von Flamengo Rio). Poschner macht vier Spiele, verletzt sich und kommt nicht mehr zum Einsatz. Fernando erleidet gleich im ersten Spiel gegen Lautern eine Fußverletzung, macht insgesamt zehn Spiele. Nach dem Abstieg geht er ablösefrei zu Austria Wien. Heute spielt er in Brasiliens 3. Liga.
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2004/05: Nemanja Vucicevic: Reiner Maurer hat den Trainerposten von Rudi Bommer übernommen und bekommt für das aussichtslose Unternehmen Wiederaufstieg den vereinslosen serbischen Dribbler Vucicevic spendiert. Unvergessen: Maurers Anweisung im Trainingslager: „Nema, when the flank comes, you must be at the Fünfmeter!“ Ebenso unvergessen: Nemas positiver Dopingtest auf das Haarwuchsmittel Finasterid. Zuletzt kickte der heute 34-jährige Vucicevic beim FC Tokio, aktuell ist er auf Vereinssuche.
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2005/06: Steffen Hofmann: Die Arena-Kosten bringen Präsident Karl Auer ins Schwitzen. Zur Winterpause liegen die Löwen fünf Punkte hinter Rang drei. Steffen Hofmann, der für 700 000 Euro von Rapid Wien wechselt, soll der Offensive den Ideen-Kick verpassen. Allerdings wird der Techniker von Beginn an von seinen (jungen) Mittelfeld-Kollegen geschnitten. Nach dem Trainerwechsel zu Walter Schachner wird’s bitter. Milchraums Tor gegen Saarbrücken bedeutet erst am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt. Hofmann geht im Sommer für 550 000 Euro zurück zu Rapid (Vertrag bis 2016).
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2006/07: Josh Wolff: Die Löwen (vier Punkte hinter Platz drei) finden keine erschwinglichen Verstärkungen. So bekommt der schmächtige US-Probestürmer Wolff einen Vertrag, kann seine Schnelligkeit und Technik allerdings nur selten gewinnbringend für 1860 einsetzen. Im Sommer 2008 geht Wolff zurück nach Kansas. Inzwischen arbeitet er dort als Co-Trainer.
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2007/08: Chhunly Pagenburg: Drei Punkte liegen die Löwen hinter Platz drei, Sportchef Stefan Reuter holt Sturmtalent Pagenburg als Perspektivspieler für 150 000 Euro aus Nürnberg. Bei den Profis darf sich der Halb-Kambodschaner siebenmal versuchen, danach geht’s zu den Amateuren – und im Sommer zurück zum Club. Nach zwei Regionalligajahren bei Trier versucht sich Pagenburg beim FSV Frankfurt.
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2008/09: Sascha Rösler, Marvin Pourie, Stefan Aigner, Antonio Rukavina (l.), Nikola Gulan (r.): Der Aufstiegszug ist abgefahren, Sportchef Stefan Reuter verkauft Timo Gebhart für 3,2 Mio. an den VfB, um ein Finanzloch zu stopfen. Als „Ersatz“ kommt der unfitte Rösler für 200 000 Euro aus Gladbach, dazu Sturmtalent Pourie auf Leihbasis von Schalke (heute kickt Pourie beim FC Kopenhagen). Nach Reuters Rauswurf darf der neue Sportchef Miki Stevic (Mitte) noch die Serben Rukavina (inzwischen Valladoilid) und Gulan (Partizan Belgrad) mitbringen. Als beste Personalie des Winters entpuppt sich Stefan Aigner, der aus Bielefeld zurück gekommen ist – und im Sommer 2013 ablösefrei nach Frankfurt geht.
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2009/10: Djordje Rakic, Eke Uzoma: Als selbsternannter Aufstiegsanwärter liegen die Löwen mit Trainer Lienen zum Winter acht Punkte hinter Rang drei, balancieren am Rande der Insolvenz. Stürmer Rakic und Mittelfeldmann Uzoma bringen mehr oder weniger nichts. Der Nigerianer (zuletzt in Ungarn), ist aktuell auf Vereinssuche, der Serbe erholt sich bei Roter Stern Belgrad von einem Kreuzbandriss.

München - Wintertransfers sind eine heikle Sache – nicht nur beim TSV 1860. Der tz-Check der Januar-Zugänge im vergangenen Jahrzehnt.

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