"Bedingungen waren oft brutal schwer"

Nach Trennung von 1860: Jetzt spricht der Löwenbomber!

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Auf der Suche nach neuen Zielen: Axel Dubelowski, Ex-Fanbeauftragter des TSV 1860.

München - Axel Dubelowski, der Löwenbomber, hat sein Schweigen gebrochen. Erstmals spricht der Ex-Fanbeauftragte  über die Gründe für die Trennung vom TSV 1860.

Vor rund drei Wochen wurden entsprechende Gerüchte bestätigt und sorgten für einen Paukenschlag in der 1860-Fanszene: Der langjährige Fanbeauftragte Axel Dubelowski, genannt "Löwenbomber", und der TSV gehen getrennte Wege. Die Gründe für die Trennung und ob diese einvernehmlich war, das wurde nicht bekannt. Der 44-Jährige wollte sich nicht äußern.

Jetzt hat Dubelowski sein Schweigen gebrochen. Dem "Münchner Wochenanzeiger" gab er ein Interview, in dem er tief blicken lässt. Er stellt klar, dass es kein Rausschmiss war, sondern eine einvernehmliche Trennung: "Die Verantwortlichen der KGaA und ich haben uns nach einem klärenden Gespräch getrennt. Ich habe einen Aufhebungsvertrag unterzeichnet." Der "Löwenbomber" sagt, er habe den Job meistens gerne gemacht, doch "die Bedingungen dafür waren oft brutal schwer. Das Ganze für ein kleines Gehalt, von dem du in München nicht vernünftig leben kannst. Ich konnte mich nur mit Nebenjobs über Wasser halten."

In den acht Jahren, die er für die Löwen gearbeitet hat, erlebte Dubelowski sechs Geschäftsführer mit. Er musste sie jeweils von der Wichtigkeit seiner Arbeit neu überzeugen: "Das Verständnis für meine Arbeit als Fanbeauftragter war je nach Typ unterschiedlich stark. Was eine Buchhalterin und der Hausmeister tagtäglich tun, leuchtet jedem ein. Aber was leistet die Fanbetreuung? Hmm – da wird es für viele unklar. Am Ende war ich des ständigen Kämpfens müde. Als Fanbeauftragter sitzt du zwischen allen Stühlen." Oftmals sei er ein "Blitzableiter für alle möglichen Beteiligten" gewesen.

Wie geht es nun weiter mit Dubelowski, den viele Fans schon jetzt vermissen? "Ich bleibe den Löwen ja erhalten", sagt er und beruhigt die Anhänger. "Als ganz normaler Fan – das bin ich seit Ende der 70er Jahre, daran ändert sich nichts. Außerdem werde ich weiter mein Löwenbomber-Archiv betreiben und die eine oder andere Kolumne schreiben. Und wer weiß, sollte der TSV 1860 München eines Tages ein eigenes Museum haben, vielleicht finden wir dann auch wieder zueinander."

Beruflich ist Axel Dubelowski auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Hilfreich sein wird ihm sein über die Jahre aufgebautes Netzwerk im Fußball. Gut möglich, dass der Löwenbomber demnächst wieder dort Fuß fast. Doch sein Herz wird weiterhin nur für einen Club schlagen: "Sechzig ist und bleibt mein Verein."

fw

 

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