Ex-Trainer empfiehlt Pacult

Lorant: "Poschner, Mayrhofer – das ganze Bataillon muss weg"

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Werner Lorant.

München - Augen zu und durch – das ist die Devise, mit der man beim TSV 1860 die Wende herbeiführen will. Werner Lorant meint zu wissen, wer die Hauptschuld an der fatalen Gesamtsituation trägt.

Auch am heutigen Freitag leitete Markus von Ahlen das Training, um 12.30 Uhr steht die wöchentliche Vor-dem-Spiel-Pressekonferenz an. Am Sonntag beim Spiel in Darmstadt (13.30 Uhr, live bei Sky) wird sich dann zeigen, wie viel Leben noch in diesen Löwen steckt. Für Trainer von Ahlen könnte es die letzte Dienstreise als Chefcoach der Sechziger werden. „Natürlich besteht Handlungsbedarf“, sagte Präsident Gerhard Mayrhofer bereits am Mittwoch.

Ein Bild aus besseren ­Zeiten: ­Mayrhofer, Poschner, ­Rejek und ­Basha (v.l.) im April 2014.

Werner Lorant kennt die Mechanismen der Branche. Doch für den 66-jährigen Ex-Trainer der Löwen ist es beileibe nicht von Ahlen, der die Hauptschuld an der fatalen Gesamtsituation bei 1860 trägt. „Was willst du als Trainer groß machen, wenn du keine Verstärkungen bekommst, sondern lauter Spieler, die die deutsche zweite Liga nicht kennen?“ Verstärkt habe Sechzig laut Lorant in diesem Winter lediglich die Gegner. „Bobby Wood, einen der besten offensiven Außen seit meiner Zeit bei 1860, verscherbeln sie an Aue, Yannick Stark, ihren fähigsten Mittelfeldspieler, lassen sie nach Darmstadt ziehen. Was sollst du da noch sagen? Der Poschner, das ist für mich kein Sportchef, sondern ein Schauspieler. Wenn ich seine ganzen Einkäufe sehe, den Angha, den Sanchez oder den Claasen, diesen Claasen! Wie der durch die Gegend läuft, da wirst du ja krank vom Zusehen. Mir tut der Weigl leid, das ist ein Riesenfußballer, aber er hat keinen, an dem er sich aufrichten kann. Niemand übernimmt Verantwortung, jeder versucht nur, seine Haut zu retten. Das ist Poschners Kader. Ich hab fast das Gefühl, die wollen absteigen dieses Jahr.“

Keine Aussicht auf Rettung? „Ich hoffe, dass sie drinbleiben“, sagt Lorant, „aber mit diesem Material hast du ein großes Problem. Poschner, Mayrhofer – das ganze Bataillon muss weg. Und wenn es den Trainer erwischt, dann gibt es für mich nur einen, den ich empfehlen kann: Peter Pacult. Das ist ein super Trainer, der viel Erfahrung gesammelt hat in den letzten Jahren. Und ganz wichtig: Der Peter hat den Löwen im Herzen, er weiß, dass Sechzig ein spezieller Verein ist, das musst du spüren und damit musst du umgehen können. Mit dem Peter hätten sie eine Chance, dass sie noch halbwegs heil rauskommen aus der Scheiße. Und dann musst du mit einer neuen Führung, die Ahnung hat, was aufbauen. Alles andere kannst du vergessen.“

lk

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