Löwen-Keeper über die Relegation und das neue Sechzig

1860 der Underdog gegen Saarbrücken? Hiller: „Für mich gibt es keinen Favoriten“

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Marco Hiller hielt in 33 Partien in dieser Saison 17 Mal den Kasten sauber.

Im Gegensatz zu einigen Experten sieht Marco Hiller seinen TSV 1860 nicht als Underdog in der Relegation gegen Saarbrücken. 

München - In sechs Tagen kommt es zum ersten Showdown zwischen dem TSV 1860 und dem 1. FC Saarbrücken, dann steigt in Völklingen das Hinspiel der Relegation um den Aufstieg in die 3. Liga. 6800 Zuschauer werden dann dabei sein, alleine 1100 aus München. Für Löwen-Keeper Marco Hiller könnten sie das Zünglein an der Waage sein. Viele Experten sehen die Saarländer als Favoriten - der 21-Jährige ist da anderer Meinung.

„Für mich gibt es keinen Favoriten“, sagte Hiller im Interview mit liga-drei.de. „Saarbrücken hat ebenso wie wir eine gute Saison gespielt und ähnlich viele Punkte geholt. Das ist ein sehr schwerer Gegner. Aber wenn wir zwei starke Spiele hinlegen, ist das machbar.“ Manch einer befürchtet, dass 1860 bei einem Scheitern Schwierigkeiten haben würde mit einem weiteren Jahr Regionalliga. Wäre es schwer, sich neu zu motivieren? Nein, meint Hiller: „Natürlich möchten wir unbedingt aufsteigen. Aber auch wenn uns das nicht gelingt, können wir auf diese Saison stolz sein und würden die neue Saison voller Motivation angehen.“

Vor einem Jahr stand der TSV 1860 vor einem Scherbenhaufen und dem Abstieg aus der 2. Bundesliga, jetzt schickt er sich an zumindest in die 3. Liga aufzusteigen. „Wir sind immer noch der gleiche Verein“, beginnt Marco Hiller mit Blick auf den Umbruch bei 1860 zu erklären. „Allerdings kommt von den Fans diese Saison ein viel positiveres Gefühl rüber.“ Der Hauptgrund dafür bestehe laut Hiller darin, „dass sich die Menschen jetzt mehr mit der Mannschaft identifizieren können, weil viele Spieler aus dem eigenen Nachwuchs kommen. Auch wir Spieler kennen uns untereinander vielfach schon länger. Das hat uns zusammengeschweißt.“

Vor 14 Jahren stiegen die Löwen aus der Bundesliga ab, vor einem Jahr ging es runter von der zweiten in die vierte Liga. Die Geschichte des Vereins lässt auch den Keeper nicht kalt. „Natürlich träumen wir davon, irgendwann wieder Bundesliga oder 2. Liga zu spielen“, gibt er zu. „Aber es wäre zu früh, bereits jetzt davon zu sprechen. Erst einmal konzentrieren wir uns auf die Aufstiegsspiele zur 3. Liga.“

Das Hinspiel steigt auswärts am 24. Mai, das Rückspiel im Grünwalder Stadion vor 12.500 Zuschauern am 27. Mai (so kommen die Fans an die letzten Tickets). Die Vorfreude ist spürbar. „Jetzt sind die Fans wieder stolz auf ihren Verein“, weiß Hiller. Der Sprung in die dritte Spielklasse, die im kommenden Jahr mit Teams wie dem 1. FC Kaiserslautern, Eintracht Braunschweig, SpVgg Unterhaching der Hansa Rostock immens attraktiv besetzt sein wird, würde die Anhänger des TSV 1860 in ihrem aktuellen Gefühl bestärken.

fw

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