Wacker-Burghausen-Stürmer im Interview

Marinkovic: "Es wird für Sechzig kein leichtes Spiel"

Sascha Marinkvoic (li.) möchte auch gegen die Löwen seine Torgefährlichkeit unter Beweis stellen. Foto: Buchholz

Wacker-Knipser Sascha Marinkovic brennt auf das Duell gegen die Löwen. Im Interview spricht der 25-Jährige über seine Zeit in Rumänien, die Qualitäten des Löwen-Sturms und seine Ziele.

Momentan läuft es bei euch nicht sehr glücklich. Nach vier Niederlagen in Folge kommen jetzt die Münchner Löwen. Was spricht dafür, dass ihr ausgererchnet gegen den Meisterschaftsfavoriten das Ruder herum reißt?

Wir sind auf jeden Fall alle hoch motiviert. Schon im Hinspiel haben wir eine gute Partie gemacht, jetzt heißt es für uns, vorne wie hinten die individuellen Fehler abzustellen. Dann wird es auch für Sechzig kein leichtes Spiel gegen uns. Zusätzlich gibt uns die grandiose Kulisse bei diesen Spielen einen extra Push.

Dein Lauf ist sehr gut. Du stehst mit 13 Toren auf Platz eins der Torschützenliste. Du lässt Karger (10 Tore) und den Routinier Mölders (9 Tore) deutlich hinter dir. Bist du stolz, den "Großen" etwas voraus zu haben?

Als Stürmer musst du halt Tore schießen. Ich gabe gerade das nötige Quentchen Glück. Nichtsdestotrotz sind Karger und Mölders super Spieler und klasse Stümer. Wenn es um die Torjägerkanone geht, ist auf jeden Fall mit Mölders und Jabiri (1.FC Schweinfurt - 11 Tore - Anm. d. Red.) zu rechnen.

Tim Sulmer sprach im Interview darüber, dass man dir nicht die gesamte Verantwortung aufladen sollte. Wie wichtig bist du für Wacker Burghausen?

Da hat er recht. Zur Zeit helfen mir alle, die Tore zu erzielen. Ich lege auch gerne Treffer auf, wenn ich die Gelegenheit habe und die Mannschaft damit unterstütze. Momentan bleibt mir nichts, außer dem Team für die Hilfe zu danken. Wie wichtig ich bin, ist eine schwere Frage. Jeder hat eine wichtige Rolle - es geht nicht um den Einzelnen. In den letzten Spielen war ich es, der das Glück hatte, am Ende der Kette zu sein und die Treffer zu markieren. Wenn die anderen mehr Tore machen, wird es auch für mich leichter.

Patrick Mölzl hat dich im Sommer überzeugt, von Rosenheim an die Salzach zu wechseln. Schaust du ein bisschen eifersüchtig auf den Ex-Verein, wenn der sich in anderen Tabellenregionen bewegt?

Nein, ich werde da nicht eifersüchtig. Der TSV hat eine gute Mannschaft und mit Tobias Strobl einen super Trainer. Ich freue mich für den Verein, dass er da oben steht. Ich bin mir sicher, dass bei uns der Knoten auch bald wieder platzt. Dafür müssen wir lediglich die individuellen Schnitzer abstellen, denn der Plan unseres Trainer ist eigentlich immer super. In der Tabelle werden wir wieder nach oben gehen.

Du hast nicht lang gebraucht um dich bei Wacker einzuleben. Du hast jetzt in 19 Spielen bereits fast so viele Treffer erzielt, wie letzte Saison beim TSV. Was macht dich in dieser Saison so stark?

Es liegt hauptsächlich daran, dass der Plan des Trainers fast immer aufgeht. Die Mannschaft hilft mir, die Tore schießen zu können. Eigentlich müsste ich noch mehr Treffer gemacht haben, wenn man bedenkt, wie viele Chancen ich schon bekommen habe. Mein perönliches Ziel vor der Saison war, die 20-Tore-Marke zu knacken. Sollte es darüber hinaus gehen, freue ich mich sehr, dem Team helfen zu können.

Mit 13 bist du nach Rumänien gezogen um dich fußballerisch auszubilden. Was bringst du aus der Zeit in der Akademie "Gheorghe Hagi" und beim FC Viitorul mit züruck nach Deutschland?

In der Akademie habe ich sehr viel gelernt. Ich kann mich nur für die "Fußball-Wissenschaft" der Akademie bedanken, die mir eine Ausbildung und so auch einen Beruf ermöglicht hat. Die Lehre dort ist wirklich gut - ich bin ja nicht ganz umsonst einer, der häufig richtig steht.Es war großartig, mit Gheorghe Hagi zu trainieren. Er ist ein super Typ und lebt 100 Prozent für den Fußball. Das sieht man auch am Erfolg, den er mit seinen Mannschaften hat. Von ihm kann man sich eine unglaubliche Fußballintelligenz, tolle Pässe und vor allem einen krassen Schuss abschauen.

Im Rumänien bist du bis in die erste Liga aufgestiegen. Jetzt der Zwischenschritt Regionalliga. Läuft auf deinem Weg zum Profifußball in Deutschland alles nach Plan?

Tatsächlich war für mich in Rumänien schon der zweiten Liga Schluss. Ich habe ein wenig Zeit gebraucht, um mich in Deutschland einzugewöhnen. Der TSV 1860 Rosenheim hat mir dann die Chance ermöglicht. Dort lief es ja auch ganz gut, ich habe meine Tore gemacht und wir sind in die Regionalliga aufgestiegen. Jetzt bin ich glücklich bei Wacker und denke step-by-step.

Hast du einen Berater und/oder einen genauen Karriereplan?

Ich brauche momentan keinen Berater. Sollte es weiter nach oben gehen, sieht man dann schon. Es kommt sicher einer. Mein Handy klingelt sowieso schon die ganze Zeit (lacht).

Quelle: fussball-vorort.de

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