Ex-Löwe drückt Kollegen kräftig die Daumen

Wolf: 1860-Krise beschleunigte meine Entwicklung

+
Wechselte im Winter vom TSV 1860 zu Hannover 96: Marius Wolf.

München/Hannover - Marius Wolf drückt seinen Ex-Kollegen vom TSV 1860 kräftig die Daumen. Der Neu-Hannoveraner spricht über seinen Werdegang und darüber, dass die Löwen-Krise für ihn wohl hilfreich war.

Von einem abstiegsbedrohten Verein zum nächsten, jedoch eine Liga höher: Marius Wolf absolvierte vergangenen Samstag in Stuttgart (2:1)seinen ersten Bundesliga-Einsatz im Trikot von Hannover 96 und stand auch am Dienstag gegen Wolfsburg (0:4) in der Startelf. Durchaus möglich, dass der 20-Jährige im kommenden Jahr gegen seine alten Kameraden vom TSV 1860 antreten muss - dann, wenn Hannover absteigt und die Löwen die Klasse halten.

Im Interview mit Transfermarkt.de spricht Wolf darüber, wie es zu seinem plötzlichen Abschied im Winter kam, obwohl er nur zwei Monate zuvor, im November, seinen Vertrag bei Sechzig verlängert hatte. Die Löwen hätten ihm damals mitgeteilt, "dass ich im Winter nicht wechseln solle und ich wollte dem Klub ja auch weiterhin helfen. Von einem Wechsel war zu dem Zeitpunkt also noch gar keine Rede." Doch dann kam alles anders. "Es gab im Winter Interessenten aus der Bundesliga und Oliver Kreuzer rief meinen Berater und mich irgendwann an, um zu fragen, wie meine persönlichen Pläne dahingehend aussehen würden. Mein Berater traf sich daraufhin mit Herrn Kreuzer und auch mit Martin Bader und dann ging auf einmal alles ganz schnell über die Bühne."

Wolf: Fühlte mich bei 1860 München gut aufgehoben

Wolf zeigt sich dankbar über seine Lehrjahre an der Grünwalder Straße: "Schon als ich in der Jugend bei 1860 anfing hatte ich immer das Gefühl, in dem Klub gut aufgehoben zu sein. Es war immer jemand da, der dich als jungen Spieler aufgenommen, dich trainiert und weitergebracht hat." Ricardo Moniz ließ ihn im Sommer 2014 bei den Profis mit trainieren (legendärer Satz von Moniz zu Wolf: ""Fauler Drecksack"), unter Markus von Ahlen debütierte er dann in der 2. Liga.

Dass die sportliche Misere Wolfs Einstieg in den Profi-Kader beschleunigt habe, will der Offensivspieler dabei nicht bestreiten: "Das kann man vielleicht so sagen. Ich denke, wenn ein Spieler eine gewisse Qualität mitbringt, dann setzt er sich auch mittelfristig durch – bei mir ging es damals aufgrund der sportlichen Situation vielleicht ein bisschen schneller."

Wolf: Über Sechzig wurde nicht ausschließlich negativ berichtet

Zuletzt wurde die Münchner Presse in einer Stellungnahme der Fußball-KGaA des TSV 1860 für ihre Berichterstattung über die Löwen kritisiert. Darauf angesprochen meint Marius Wolf, dass in Hannover "alles viel ruhiger abläuft, man sich als Spieler mehr auf seine Arbeit konzentrieren kann." In München werde man durch die höhere Anzahl an Medien zwar oft "mit Dingen konfrontiert, die ablenkend waren und die dann auch im Hinterkopf blieben", aber "ich würde aber trotzdem nicht sagen, dass dort ausschließlich negativ berichtet wurde."

Dem TSV 1860 drückt Wolf, der noch engen Kontakt zu Christopher Schindler, Daniel Adlung, Stefan Ortega und Rubin Okotie hält, kräftig die Daumen. Und er glaubt an seine Ex-Kollegen: "Ich habe die Spiele zuletzt ja auch verfolgt und denke, wenn die Mannschaft so weiter spielt, hat sie gute Chancen auf den Klassenerhalt. Ich bin guter Dinge, dass sie drinbleiben und unterstütze die Jungs natürlich auch weiterhin."

Wolf muss mit 96 am Samstag bei Werder Bremen antreten, Sechzig trifft am Freitag auf Sandhausen.

fw

auch interessant

Meistgelesen

Keine Einigung mit Forren - Gustavo fliegt mit nach München
Keine Einigung mit Forren - Gustavo fliegt mit nach München
Wintertransfers: 27 Neue, aber nur wenige Volltreffer
Wintertransfers: 27 Neue, aber nur wenige Volltreffer
Warten auf die Neu-Löwen - und was macht die 1860-Konkurrenz?
Warten auf die Neu-Löwen - und was macht die 1860-Konkurrenz?
Aigner: Keine Angst vor der Rückrunde
Aigner: Keine Angst vor der Rückrunde

Kommentare