Im Falle des Abstieges

Löwen: "Verbleib in Arena bei Abstieg nicht möglich"

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Laut Sechzig-Geschäftsfuhrer Markus Rejek ist ein Verbleib in der Allianz Arena im Falle eines Abstiegs wirtschaftlich nicht stemmbar.

München - Für das Worst-Case-Szenario Abstieg in Liga drei ist der TSV 1860 München laut Markus Rejek gerüstet. Bei einem Besuch im Bezirksausschuss fand er auch noch mal klare Worte zur Stadionfrage.

Der TSV 1860 will nach der möglichen Rückkehr ins Grünwalder Stadion die Belastung für die Anwohner so gering wie möglich zu halten. Das versicherte 1860-Geschäftsführer Markus Rejek, bei einem Besuch im Bezirksausschuss (BA) Untergiesing-Harlaching, wie der Münchner Merkur berichtet. Rejek bekannte sich sehr deutlich zur Absicht, im Abstiegsfall nach Giesing zurückzukehren.

Am Wochenende kämpfen die Löwen am letzten Spieltag der zweiten Bundesliga um den Klassenerhalt. „Dann wird sich zeigen, ob wir den Worst Case erleben“, so Rejek – den Abstieg in die dritte Liga. „Unter den bestehenden Verträgen wäre für uns in wirtschaftlicher Hinsicht ein Verbleib in der Allianz Arena nicht möglich.“ Einen Abstieg wünscht sich kein Fußball-Fan. Trotzdem stellt Rejek fest: „Die Sehnsucht der Fans nach dem Stadion in Giesing ist groß.“

Die Gespräche zwischen den Vertragspartnern laufen. Noch ist nichts entscheiden, klar ist jedoch, dass der TSV 1860 im Falle eines Umzugs nach Giesing mit den Bürgern in einen Dialog treten will. Das hatte zuletzt auch OB Dieter Reiter (SPD) angemahnt.

Schon mit dem heutigen Amatauerspielen mit meist nur ein paar hundert Zuschauern sind in Giesing nicht alle glücklich. „Es gibt immer wieder Beschwerden, über Lärmbelästigungen, die Parksituation und die Verschmutzung von Vorgärten“, berichtete BA-Chef Clemens Baumgärtner (CSU). Von seiner Fraktion ging die Anregung zur Einwohnerversammlung aus, die nun beschlossene Sache ist. Ein Termin steht noch nicht fest.

Rejek äußerte Verständnis für die Sorgen der Anwohner: „Bei einem Wechsel ins Stadion an der Grünwalder Straße werden wir eine Situation schaffen, die keine ständige Belastung für die Umgebung und die Anwohner bedeutet“, versprach er. Zudem würden die Fans ab sofort stärker in die Verantwortung genommen.

Die „Freunde des Sechzger Stadions“ zumindest wollen sich einbringen. „Wir stehen bereit, damit künftige Spiele in geordnetem Rahmen ablaufen können“, so der Vorsitzende Markus Drees.

Die Polizei konterte unterdessen die Kritik, sie habe beim „Kleinen Derby“ am Ostermontag einen viel zu großen Einsatz initiiert. „Je nach Spiel entscheiden wir, wie viel Mann eingesetzt werden“, erklärte Michael Dibowski, Leiter der Polizeiinspektion Giesing. Ein Derby sei außerdem ohnehin nicht Maßstab für andere Spiele. Im Hinblick auf einen möglichen Umzug der Löwen, müssten drei Punkte diskutiert werden: Fantrennung, Verkehrssituation und Lärmschutz.

Brigitta Wenninger

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