Löwen lobt Strukturen des FCH

Von Ahlen: Heidenheim ist ein Vorzeigebeispiel

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Markus von Ahlen lobt die Konstanz beim 1. FC Heidenheim.

München - Der TSV 1860 startet gegen den 1. FC Heidenheim in die zweite Saisonhälfte. Für Trainer Markus von Ahlen können sich die Löwen sogar etwas beim Gegner abschauen.

Markus von Ahlen brennt förmlich. Er kann es kaum erwarten, dass es endlich wieder los geht. Schließlich hat der Trainer mit seinen Löwen einiges gut zu machen. Sieben von zwölf Partien hat der TSV 1860 unter seiner Regie verloren. Die Münchner befinden sich mitten im Abstiegskampf. Mit einem Sieg am Montagabend gegen den 1. FC Heidenheim (ab 20.15 Uhr, im Live-Ticker) wäre ein erster, wenn auch nur kleiner Schritt in die richtige Richtung getan. In den restlichen Partien der Saison gehe es daher "nur um den Klassenerhalt", beteuert der Coach im Interview mit dem kicker.

Von Ahlen blickt dabei zuversichtlich auf die kommenden Aufgaben. Dafür haben die Löwen in der Vorbereitung "hart gearbeitet und uns in eigenen Punkten verbessert", sagt der 44-Jährige. Optimistisch macht ihn ebenfalls, dass mit Dominik Stahl und Stephan Hain zwei Langzeitverletzte zurückgekehrt sind. "Gefühlt sind das zwei Neuzugänge, was uns sehr freut", erläutert er bei Sport1. Zudem habe sich die Mannschaft "nach dem großen Umbruch mehr und mehr gefunden".

Dennoch weigert er sich, sämtliche Auftritte seiner Mannen in der Hinrunde als "schlecht" abzustempeln. Trotz der mageren Ausbeute. "Dass wir damit nicht zufrieden sind, ist keine Frage", meint von Ahlen, aber: "Wenn man die Leistung losgelöst betrachtet, wären sicher ein paar Punkte mehr drin gewesen. Oftmals haben uns vorne die Cleverness, Ruhe und Effektivität gefehlt, und hinten haben wir uns mit individuellen Fehlern um den Lohn gebracht."

Von Ahlen setzt auf Konstanz

Dass dabei - zumindest in der Öffentlichkeit - ständig über seine Person diskutiert wurde und wird, ist von Ahlen nicht entgangen. "Das sind Dinge, die nicht angenehm sind", räumt der Nachfolger des geschassten Ricardo Moniz ein. "Aber ich kann sie einordnen. Ich weiß, wo wir hergekommen sind, weiß, was möglich ist." Dabei verweist er auch auf den Umbruch im gesamten Verein, auf die Neubesetzung wichtiger Positionen. "Man war ständig in einer Phase des Kennenlernens", meint er. "Denn es gab viele Wechsel bei den Verantwortlichen. Das war auch vor der Saison so - der eingeschlagene Weg ist ein anderer. Es geht um Konstanz."

Und in dieser Hinsicht schaut von Ahlen ausgerechnet nach Heidenheim, sieht den kommenden Gegner als Vorzeigebeispiel an - auch für 1860. Frank Schmidt ist seit 2007 Trainer beim Zweitliga-Aufsteiger, und "die absolvieren ihre sechste oder achte Vorbereitung mit einem festen Kern", erläutert der Löwen-Coach. "Glauben Sie nicht, dass das einen Unterschied ausmacht? Heidenheim ist ein Beispiel dafür, dass Kontinuität auch ein Erfolgsfaktor ist."

So sieht es von Ahlen. Und auch der Klub. An eine mögliche Entlassung nach einer erneuten Negativ-Serie glaubt der Trainer daher nicht. Sondern daran, die Trainingsleistungen nun auch "im Wettkampf zu bestätigen". Um die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.

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