Brasilianer nicht gegen Fürth dabei

Von Ahlen streicht Leonardo aus dem 1860-Kader

München - Löwen-Trainer Markus von Ahlen rechnet mit hochmotivierten Fürth-Team in München. Aus seinem Kader für das Duell warf er unterdessen Moniz-Liebling Leonardo.

An Greuther Fürth hat Markus von Ahlen gute Erinnerungen. Am Freitagabend des 25. April siegten die von ihm trainierten Löwen mit 2:1 im Ronhof, die Mittelfranken purzelten von Tabellenplatz zwei auf drei. Zwei Wochen später stieg der SC Paderborn direkt auf, die SpVgg scheiterte in der Relegation am Hamburger SV.

Leonardo wird gegen Greuther Fürth nicht spielen.

Ob er denn auf die Rache der Fürther vorbereitet sei, wurde von Ahlen am Donnerstag bei seiner ersten Pressekonferenz als neuer 1860-Cheftrainer gefragt. Die Antwort: „Damit müssen wir rechnen. Frank Kramer wird seine Mannschaft heißmachen. Aber wir werden unsere Spieler sicher auch noch mal an diesen Sieg erinnern.“ Die Weichen für ein emotionales Derby sind also gestellt. „Ja, das hat wehgetan damals“, sagt Kramer, „aber jetzt haben wir eine ganz andere Situation.“ Und einen Trainerwechsel beim Gegner. Kramer: „Da ist jetzt schon eine Ungewissheit da. Das ist gefährlich, da tut sich was in der Mannschaft. Ein neuer Trainer bringt auch neue Aspekte und Ideen rein.“

Welche und wie viele – das wird sich am Freitag ab 18.30 Uhr in der Arena zeigen (Live-Ticker). Größere Personalrochaden seien nicht geplant, sagte von Ahlen. Lediglich „einfache taktische Dinge“ gelte es nachzujustieren. „Ich will, um kurzfristige Kontinuität zu erhalten, nicht zu viel am Kader und der Startformation ändern.“ Im Abschlusstraining ließ von Ahlen Kai Bülow anstelle von Gary Kagelmacher (mit neuem Haarschnitt, ohne Zopf) in der Innenverteidigung spielen, Edu Bedia ersetzte den in Sandhausen indisponierten Leonardo. Der Brasilianer wurde vom neuen Chefcoach nicht für den Kader berücksichtigt – undenkbar unter Moniz. Gui Vallori hingegen wird das Spiel aller Wahrscheinlichkeit nach wieder auf der Tribüne erleben. „Wenn alle etatmäßigen Innenverteidiger nicht über Probleme klagen, wird Gui nicht im Kader sein“, teilte von Ahlen am Donnerstag mit.

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Für den 43-jährigen Rheinländer hat sich im Vergleich zu seiner Zeit als interimsmäßiger Funkel-Nachfolger nicht viel verändert. Über das Fürth- Spiel will er „im Moment“ nicht hinausblicken, das „totale Vertrauen“ habe er bei 1860 immer gespürt. „Ich bin Trainer des Klubs, darf Teil des Ganzen sein und habe einen Vertrag bis 2016.“

Natürlich kommt von Ahlen auch nichts Kritisches zum Thema Kader über die Lippen. „Ich denke, dass wir hohe Qualität dazubekommen haben und der Kader stärker ist als in der letzten Saison.“ Klar sei, „dass so ein Umbruch mitunter ein bisschen holpriger verlaufen“ könne. Eine Leistungssteigerung gegen Fürth samt positivem Ergebnis könnte die Wogen bei 1860 ein Stückweit glätten. „Die Situation ist wie sie ist“, sagt von Ahlen. „Als Trainer musst du optimistisch sein.“ Als 1860-Trainer sowieso.

lk

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