Löwen-Rückkehrer

Ziereis erwartet in Rosenheim ein Bollwerk – und will es knacken

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Jubel im Grünwalder Stadion: Markus Ziereis nach seinem 2:0 gegen Bayreuth.

Zumindest für einen im Kader des TSV 1860 hatte die Flutlichtpanne vom Montag auch eine gute Seite. Markus Ziereis wusste schon, dass er nicht für die Startelf vorgesehen war.

München - Die Aufstellung war bereits raus, als das Spiel gegen Buchbach abgesagt wurde. Glück im Unglück also? „Naa“, sagt der Oberpfälzer und lächelt: „Ich hätte trotzdem lieber ein Spiel gehabt.“ Fußball sei immer noch ein Mannschaftssport, argumentierte der Stürmer, und das gemeinsame Ziel, den Negativtrend zu stoppen, sei größer als das, die persönliche Serie von 14 Einsätzen in Folge fortzusetzen.

Bierofka-Taktik war am Montag durchschaubar

Welche Taktik der Trainer am Montag im Sinn hatte, ist unschwer zu erraten. Köppel wäre links hinten eingerückt, Steinhart dafür zu Wein und Berzel ins Mittelfeld rochiert. Herausgekommen wäre ein Beton-Mittelfeld, bestehend aus defensiv denkenden Sechsern und Achtern. Mit dem gelernten Mittelstürmer Ziereis auf der Zehn waren die Löwen zuletzt deutlich offensiver zu Werke gegangen. 

Die Spielabsage gegen Buchbach wirbelt die Pläne bei den Löwen durcheinander. Coach Daniel Bierofka klagt über einen Spannungsabfall. 

Ziereis geht davon aus, dass Daniel Bierofka nach dem 0:2 in Burghausen „irgendetwas verändern“ wollte. Dass seine geplante Auszeit Leistungsgründe hatte, hofft er nicht. „Absolut okay“, findet Ziereis seine bisherige Bilanz: fünf erzielte Tore bei besagten 14 Einsätzen.

Generell, sagt Ziereis, habe er auch die Umschulung vom klassischen Mittelstürmer zur hängenden Spitze ganz gut in den Griff gekriegt. „Ungewohnt war es schon“, sagt er: „Ich musste mich da ein bisschen reinarbeiten, aber man kriegt dann schon das Gefühl für die Räume.“ Bestens zu sehen bei seinem Türöffner-Pass auf Nico Karger zum 1:0 gegen Memmingen.

Schon das Hinspiel war mühsam genug

Auch am Sonntag in Rosenheim, ahnt Ziereis, wird wieder ein balken­dickes Brett zu bohren sein. Schon das Hinspiel war mühsam genug – beide Tore zum 2:0-Sieg fielen in den Schlussminuten. „Wir gehen davon aus, dass die Rosenheimer ziemlich hinten drinstehen werden“, sagt er. „Das Bollwerk müssen wir einfach knacken.“

Dann wahrscheinlich wieder mit dem Offensivallrounder in der Startelf. Auf Dauer wird Bierofka nicht auf dessen besondere Expertise verzichten. Ziereis (25) ruft sie gerne noch mal in Erinnerung: „Viermal Relegation gespielt, dreimal aufgestiegen.“ Die Eignung zum guten Omen kann ihm keiner absprechen.

DerTSV 1860 München plant sein Wintertrainingslager. Das soll die Löwen in den Süden führen - jedoch wird es kein Urlaub. Trainer Daniel Bierofka will den Druck erhöhen. 

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ulk

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