Video: Neuzugang bei 1860 vorgestellt

Angha: Als Kind schon von Moniz trainiert

München - Martin Angha war der zehnte und letzte Neuzugang der Löwen in diesem Sommer. Am Mittwoch wurde der Schweizer an der Grünwalder Straße vorgestellt.

So lang wie er kennt keiner im Kader der Löwen Ricardo Moniz. Bereits im Alter von acht, neun Jahren trainierte Martin Angha bei Grasshopper Zürich unter dem jetzigen Löwencoach. Und jetzt, rund zwölf Jahre später, sind die beiden wieder vereint. Moniz erinnerte sich vor einigen Wochen an den kleinen Knirps aus Zürich, der mittlerweile beim 1. FC Nürnberg unter Vertrag stand und regte bei der sportlichen Führung die Verpflichtung des Abwehrspielers an. Angha war auch nicht mehr zufrieden mit seiner Situation in Nürnberg, nur beim Pokal-Aus in Duisburg stand er in der Startformation. „1860 bot für mich die bessere Perspektive“, sagte der 20-Jährige gestern, nachdem er von der Länderspielreise mit der Schweizer U21 an die Grünwalder Straße zurückgekehrt war.

Und obwohl er erst zweimal mit seiner neuen Mannschaft trainiert hat, „und ich noch nicht alle Spieler beim Namen kenne“, stünde Angha für einen Auftritt in der Startelf im Auswärtsspiel am Sonntag beim FC St. Pauli parat. „An mir soll es nicht liegen“, sagte er, „wenn der Trainer sagt, ich soll spielen, dann bin ich bereit.“

Und zwar als rechter Verteidiger. „Für diese Position bin ich von 1860 geholt worden“, erklärte der gebürtige Züricher (die Mutter ist Schweizerin, der Vater stammt aus dem Kongo), wies aber auch sofort darauf hin, „dass ich am allerliebsten im Abwehrzentrum spiele“.

Die wichtigste Zeit seiner fußballerischen Ausbildung hat Angha in England verbracht: Beim FC Arsenal und bei Arsene Wenger.

Dort habe er auch die deutschen Per Mertesacker, Lukas Podolski und Serge Gnabry kennengelernt. Vor allem Per Mertesacker war dabei eine große Stütze. "Dass sie da waren, hat mir sehr geholfen", erzählt der Neuzugang, der zuletzt beim 1. FC Nürnberg spielte. "Ich pendelte so zwischen dem Kader der ersten und zweiten Mannschaft", sagte er, "und habe natürlich viel bei Arsene Wenger gelernt. Er legt großen Wert auf Ballbesitz, eine saubere Technik und bleut dir vor allem eins ein: Das wichtigste ist immer der Sieg." Ein sachdienlicher Hinweis, den der TSV 1860 derzeit allerbestens gebrauchen kann…

Und an Selbstbewusstsein mangelt es dem Abwehrmann, der zusammen mit Freundin Milena nach München gezogen ist, offenbar auch nicht. Auf die Fragen nach seinen Stärken antwortete er mal ganz locker: „Ich bin schnell, gut im Luftkampf und kann Fußball spielen.“ Na dann.

Anghas Berater ist übrigens der ehemalige Löwenspieler Mathieu Beda. „Mathieu hat mir erzählt, dass das ein ganz geiler Verein sei“, sagte der Neuzugang, der bei seiner Vorstellung übrigens mit einem astreinen Hochdeutsch überraschte: „Das habe ich in London bei Per Mertesacker gelernt“, grinste er und fügte hinzu: „Aber wenn ihr wollt, dann kann ich auch gern schwyzerdütsch reden.“ Wollte dann eigentlich doch keiner haben...

tz

Rubriklistenbild: © MIS

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