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Maurer und Stevic: Abschied im Groll

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Trainer Reiner Maurer und Sportdirektor Miki Stevic waren sich nicht immer einig © sampics

München - Reiner Maurer und Sportdirektor Miki Stevic gehen im Groll auseinander. Das wird deutlich, wenn der Trainer über die Misstöne der Vergangenheit und das Konzept der Zukunft spricht.

Florian Hinterberger nennt sich Sportkoordinator und hat sein Büro an der Grünwalder Straße 114 bereits bezogen. Sportdirektor Miki Stevic hat noch einen laufenden Vertrag, lässt sich aber lieber nicht mehr beim TSV 1860 blicken.

Bleibt Trainer Reiner Maurer als Löwen-Konstante. Im Interview mit der SZ verhehlt er nicht, dass der Abschied von Stevic im Groll verlaufen ist. "Ich gebe zu, dass es intern die eine oder andere Schwierigkeit gab", sagt er im Nachhinein.

Stevic hatte in dieser Saison den angeblich mangelhaften Austausch mit dem Trainer öffentlich kritisiert. "Ich denke, einem Trainer steht es auch mal zu, ein Urteil abzugeben, ob ein Spieler geeignet ist oder nicht und ob ein bestimmter Spieler geholt werden sollte oder nicht", erklärt Maurer der SZ: "Deshalb gab es diese Gräben, man lag nicht immer auf der selben Wellenlänge. Ich habe nicht immer zugestimmt, wenn bestimmte Spieler inszeniert werden sollten."

Doch das ist jetzt vorbei. Maurer vermutet, dass er mit Hinterberger, Präsident Dieter Schneider und Geschäftsführer Robert Schäfer eine "gute, klare Linie" verfolgen werde.

Dazu gehöre er vornehmlich, wieder ein Ausbildungsverein für deutsche Talente zu sein, anstatt Spieler zu im- und exportieren, wie es in der Ära Stevic üblich war. 

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Es sei doch auch die Philosophie des Vereins, die jungen Talente ganz oben integrieren und herausbringen zu wollen. "Ich glaube nicht, dass es es unseren Fans lieber wäre, elf Spieler aus elf Nationen hier zu haben." Stattdessen wolle er künftig lieber wieder der Stärke des eigenen Nachwuchses trauen.

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Dass dieses Konzept Erfolg hat, davon ist er überzeugt. Maurer sagt es ganz drastisch: "Mit Leitner und Volland ist das ja auch gelungen. Ich glaube, wenn wir das nicht gemacht hätten, wäre schon längst die Insolvenz da gewesen."

kim 

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