1860-Präsident im Shitstorm

Mayrhofer: Eigentor bei Facebook

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Gerhard Mayrhofer.

München - Das hatte sich Gerhard Mayrhofer sicher ganz anders vorgestellt. Auf Facebook relativierte er ein Statement, das er dem Münchner Merkur gegeben hatte. Von den Fans hagelte es Kritik.

Nachdem der 1860-Präsident an diesem Mittwoch gegenüber dem Münchner Merkur keinen Zweifel daran gelassen hatte, dass die sportliche Führung – zumindest bei ihm – kein Vertrauen mehr genieße („Die Lage ist sehr ernst. Natürlich besteht Handlungsbedarf! Uns ist allen klar, dass wir so nicht weitermachen können.“), ruderte er am Abend zurück. Bei Facebook schrieb Mayrhofer: „Klar ist, dass wir jetzt alle gemeinsam alles versuchen müssen, um aus dieser Situation wieder herauszukommen. Nicht mehr, nicht weniger, und dazu stehe ich!“

Die Löwenfans offensichtlich nicht. Ein Blick auf die Kommentare bei Facebook genügt, um Mayrhofers Aktion als Eigentor zu erkennen. Ein – orthografisch redigierter – Auszug aus den Reaktionen:

Andreas Ellmann: „Wie war Ihre Aussage bei Amtsbeginn gleich wieder? Ach ja… es ist zu lange immer nur zugeschaut worden und Sie werden bei ausbleibendem Erfolg nicht zögern zu handeln! Nun ja, ich denke, wir haben diesen Punkt schon mehr als erreicht.“

Matze Matthias: „Eine Lösung muss her und diese ist definitiv nicht, an Altem festzuhalten. Irgendetwas muss passieren. So steigen wir ab, seht ihr das denn nicht? Herr Präsident, das ist Vereinsschädigung auf übelstem Level. Die Fans boykottieren diesen Verein mittlerweile.“

Massimiliano Caria: „Sehr geehrter Herr Mayr­hofer ich wende mich als leidender Fan an Sie, denn ich bin sehr beunruhigt was in meinem/unserem geliebten Verein passiert. Leider sind wir im freien Fall Richtung Abstieg in die Belanglosigkeit, wir Fans sind der Häme ausgesetzt und stehen trotzdem hinter den Löwen. Leider wird das Rudel immer kleiner. Deshalb erschreckt mich Ihre Aussage, dass es keine Krisensitzung gegeben hat.“

Dieter Thomas Skibbe: „Hab mich am Wochenende entschieden, nach 20 Jahren Mitgliedschaft zu kündigen. Leider wird man als Löwenfan nicht mehr angefeindet, sondern nur noch ausgelacht. Sogar der Dosen-Verein hat mehr Eier.“

Sechzig Alex: „Ja, wir können nur gemeinsam aus der Misere rauskommen. Nur wollen Sie die Geschichte der 1. Liga nun in der 2. wiederholen lassen? Wollen Sie erst dann reagieren, wenn es zu spät ist?“

Benedikt Spiegelberger: „Sie sollen nicht reden, sondern endlich mal handeln (…) Ich glaube, Sie wollen als Totengräber von 1860 in die Geschichte eingehen, anders kann ich mir das Verhalten der Verantwortlichen nicht erklären!“

Michael von Bergh: „Lächerliches Statement, Herr Präsident. Durchhalteparolen und Lippenbekenntnisse. Stehen Sie lieber zu Ihren Fehlentscheidungen, oder haben Sie diesen Entscheidungen nicht zugestimmt?“

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