Löwen-Präsident in der tz

Mayrhofer: "Der Spaß bei 1860 ist vorbei"

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Löwen-Präsident Gerhard Mayrhofer.

München - Gerhard Mayrhofer sieht die Lage bei den Löwen trotz der angespannten sportlichen Situation gelassen. Dennoch warnt der Löwen-Präsident, es zu locker angehen zu lassen.

Natürlich sind erst zwei Spieltage gespielt. Und natürlich war das 2:1 gegen Kiel im DFB-Pokal „Balsam für die Seele“, wie es Mannschaftskapitän Christopher Schindler formulierte. Trotzdem herrscht vor den anstehenden Partien in Heidenheim und danach zuhause gegen Darmstadt (31. August, 13.30 Uhr) Anspannung der unangenehmen Art beim punktlosen TSV 1860. „Gegen die Aufsteiger müssen sie punkten. Sonst ist bei 1860 schnell Feuer drin“, weiß Ex-Trainer Friedhelm Funkel. „Bei diesem Klub kommt immer schnell Unruhe auf.“ Auch in der neuen Saison?

„Ich sehe die Situation bei weitem nicht so dramatisch wie manch anderer“, sagt Löwen-Präsident Gerhard Mayrhofer. „Der Veränderungsprozess bei 1860 läuft seit einem Jahr, und genauso ist es mit der Mannschaft. In Kiel haben alle sieben Zugänge gespielt, das muss sich alles noch finden.“ Es sei allen klar gewesen, dass Rückschläge kommen werden. „Jetzt hatten wir in Lautern nach dem 2:0 zur Halbzeit einen, und gegen starke Leipziger den nächsten. Aber alle Panikmacher muss ich enttäuschen. Wir haben die nötige Geduld und gehen unseren Weg.“

Worte, an denen sich die blaue Führungscrew messen lassen muss. „Das Ziel in dieser Saison besteht darin, eine Basis zu erreichen, von der aus wir im nächsten Jahr in die Erste Liga springen können“, sagt Mayrhofer. „Wenn es schneller geht, werden wir uns nicht dagegen wehren – auch wenn das bei null Punkten jetzt seltsam klingen mag. Die Mannschaft wird mit dem Geist nach Heidenheim fahren, das Spiel zu gewinnen.“

Seinen Stammplatz verloren hat Hoffnungsträger Julian Weigl. Auslöser: die vielzitierte „Taxi-Affäre“. Mayrhofer: „Die disziplinarische Maßnahmen gegen die Nachtschwärmer waren notwendig. Was die Jungs gemacht haben, passt nicht zu unserem professionellen Anspruch. Auch Julian Weigl hätte sich vorher überlegen müssen, was er für eine Riesenchance hatte als jüngster Kapitän der Löwen-Geschichte. Ich werde noch mit ihm reden, aber ich glaube schon, dass er seine Lektion gelernt hat. Eines muss jeder Spieler verstehen: Der Spaß bei 1860 ist vorbei. Leistung auf Topniveau lässt sich nur mit einem professionellen Lebensstil erreichen.“

lk

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