Wie prominente Sechzig-Fans den Krimi erlebten

Meister-Löwe Heiß: Da hilft nur Rotwein

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Fredi Heiß.

München - Dieser Fußballkrimi ging wirklich an die Nieren – oder war’s die Leber? Die tz hat sich bei prominenten Fans umgehört, wie es ihnen im Abstiegskampf ergeht:

Fredi Heiß (Meister-Löwe): 

„Ich war so nervös vor dem Spiel, dass ich überhaupt nichts essen konnte bis zum Anpfiff. Ein Glas Rotwein habe ich getrunken – das war’s. In der Halbzeit habe ich dann noch ein Glas gebraucht, denn was die Mannschaft vor der Pause geboten hat, das war schon eine Riesenentäuschung. Da habe ich mir schon mehr erhofft, als nur einen Schuss aufs Tor. In den zweiten 45 Minuten hat die Mannschaft dann aber mit Gewalt und Willen neuen Mut geschöpft. Und das war auch lebensnotwendig, wenn ich die Ergebnisse der Konkurrenz sehe. Beim aberkannten Tor hatten wir Glück, aber wenn wir dieses Glück am letzten Spieltag beibehalten, dann glaube ich, schaffen wir es. Ich traue der Mannschaft auswärts ohnehin mehr zu, weil sie da nicht das Spiel machen muss. Dass wir aber ohne die gesperrten Kagelmacher und Rama und womöglich auch ohne Vallori antreten müssen, ist schlecht.“

Peter Grosser (Meister­löwe): 

„Jetzt haben sie’s wieder selbst in der Hand. Das Ergebnis ist das was zählt im Fußball, aber in Anbetracht der Brisanz hätte ich mir mehr Einsatz von der Mannschaft erwartet. In der ersten Halbzeit keinen Torschuss abzugeben ist eine Zumutung fürs Publikum. Zum Glück hat der Nürnberger Ausgleich nicht gezählt.“

Bernd ­Patzke (Meister­löwe): 

„Emotional war ich wirklich ziemlich am Ende heute, denn dieser Sieg war überlebenswichtig. Aber noch ist es nicht geschafft, der Klassenerhalt ist ja keineswegs sicher. Die Löwenfans sind einmalig, das lässt sich festhalten. Was man ebenfalls festhalten muss: Die Einkaufspolitik war verantwortungslos.“

Thomas Miller (Aufstiegsheld):

„Aufgrund der zweiten Halbzeit war’s kein unverdienter Sieg. Wir werden auch beim KSC unsere Chancen kriegen.“

Stefan Schneider (Stadion­sprecher): 

„Der Support der Fans war sensationell. Wenn die Mannschaft nur annähernd so gut wäre wie ihre Anhänger, dann würde Sechzig in der Tabelle anders stehen.“

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Franz Hell (Allesfahrer):

„Ich bin tausend Tode gestorben. Es ist noch nicht geschafft. Aber jetzt haben wir es wieder selbst in der Hand, das macht mir Hoffnung für nächsten Sonntag.“

Karsten Wettberg (ehemaliger Aufstiegs­trainer):

„Zuerst einmal eins: Die Stimmung im Stadion war überragend. Und ein Extralob gibt’s für Gui Vallori, der sich vorbildlich reingehauen hat. Und man braucht halt auch Glück, wie bei dem aberkannten Treffer für Nürnberg. Jetzt ist nochmal alles möglich. Auswärts hat die Mannschaft ohnehin konstanter gespielt. Und ich würde vor dem Spiel in Karlsruhe zwei, drei Tage ins Trainingslager gehen.“

Das Zittern ist also noch nicht vorbei – auch für die prominenten Fans nicht…

cm, lk

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