Vor dem 1860-Start gegen Heidenheim

Meisterlöwe Grosser warnt: "Vorsicht vor  Voglsammer!"

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Zug zum Tor: Heidenheims neuer Stürmer Andreas Voglsammer, hier noch im Haching-Dress.

München - Nur noch wenige Tage bis zum Ernstfall und bei 1860 hat das Kribbeln längst begonnen. Auch Peter Grosser, der Kapitän der Meistermannschaft von 1966, ist guter Dinge - und warnt zugleich.

„Ich freue mich, dass es am Montag endlich losgeht“, sagte Cheftrainer Markus von Ahlen nach der Generalprobe gegen die SpVgg Unterhaching (2:1). „Unser Fokus liegt jetzt voll und ganz auf Heidenheim.“ Mit einem Sieg gegen den Tabellen-Neunten könnten die Sechziger zum Start in die Restrückrunde gleich ein dickes Ausrufezeichen setzen. Peter Grosser (76), der Kapitän der Meistermannschaft von 1966, ist guter Dinge, dass die Löwen „schnell den Weg aus der Gefahrenzone“ finden werden. „Von der Qualität der Einzelspieler her gehört Sechzig für mich eh nicht da unten hin“, sagt Grosser. „Und nach allem, was ich gesehen und gehört habe, ist dort jetzt endlich eine Mannschaft zusammengewachsen – in der Hinrunde hat davon ja noch nicht wirklich die Rede sein können.“

„Einer wie der junge Brunnenmeier“: Peter Grosser hält viel von Voglsammer.

Warum Grosser vor dem Montagabendspiel gegen Heidenheim trotzdem nicht zu viel Optimismus verbreiten will, liegt an einem Stürmer, der statt für die Löwen nun für Heidenheim auf Torejagd geht: Andreas Voglsammer (23), vor zwei Wochen von der SpVgg Unterhaching für kolportierte 250 000 Euro auf die Ostalb gewechselt. „Den Andi hätte ich gerne bei Sechzig gesehen“, sagt Grosser, der von 1990 bis 2011 Vizepräsident der Hachinger war. „Er kommt aus der Region (Rosenheim, d. Red.), ist jung und ein richtiger Reißer. Mich erinnert er von seinen fußballerischen Anlagen her an den jungen Rudi Brunnenmeier. Der ist zur Not auch mit seinem Kopf auf die Beine des Gegners losgegangen, ums jetzt mal ein bissl überspitzt zu formulieren.“ 1860-Sportchef Gerhard Poschner war – wie ausführlich berichtet – nicht bereit, den Hachingern für einen Spieler mit auslaufendem Vertrag die geforderte Summe zu bezahlen, entschied sich letztlich für den ungarischen Offensivmann Krisztian Simon, der am Montag für rund 500 000 Euro von Ujpest Budapest nach Giesing wechselte. Die nächsten Monate werden zeigen, ob Poschner gut beraten war, nicht an der „Auktion“ Voglsammer teilzunehmen, wie er sich im Trainingslager in Marbella ausdrückte.

Grosser will den Teufel nicht an die Wand malen. „Aber wenn’s ganz blöd läuft für Sechzig, dann schießt der Andi am Montag ein, zwei Tore. Auf ihn gilt es ganz besonders aufzupassen.“

Sofern er denn spielen darf. Voglsammer ist in Heidenheim einer von fünf Stürmern. Ein Einsatz am Montag wäre ein erstes Highlight für den dynamischen Angreifer. „Das Spiel ist schon etwas Besonderes“, sagte Voglsammer jüngst der Südwest Presse. „Ich habe ja auch bislang noch nie in der Allianz Arena gespielt und hoffe, dass mich der Trainer mit ins Aufgebot nimmt. Ich will es ihm durch gute Trainingsleistungen jedenfalls so schwer wie möglich machen, auf mich zu verzichten.“

Noch drei Tage…

lk

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