Wasserburgs neuer Trainer im Interview

Michael Kokocinski: „Möchte Spieler auf neues Level bringen“

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Trainer Michael Kokocinski will den Spielern die Erfahrungen aus seiner eigenen Karriere vermitteln. 

Michael Kokocinski ist neuer Trainer des TSV Wasserburg. Der ehemalige Kapitän des TSV 1860 II spricht im Interview über seine Ziele mit seinem neuen Verein. 

  • Michael Kokocinski hat klare Vorstellungen von seiner neuen Aufgabe beim TSV 1880 Wasserburg
  • Der 34-Jährige möchte die Spieler auf ein neues Level bringen
  • Als Trainer hat ihn Torsten Fröhling beim TSV 1860 besonders geprägt

Die Winterpause hat begonnen. Und auf dem Transfermarkt geht es wieder zur Sache. Die größte Überraschung ist bislang der Wechsel von Leo Haas zu Wacker Burghausen. Die Wasserburger Löwen haben schnell reagiert und einen Nachfolger gefunden. Ex-Profi Michael Kokochinski soll die Erfolgsgeschichte des Serien-Aufsteigers fortführen. Im Interview spricht der 34-Jährige über seine neue Aufgabe.

Warum bist du zu den Wasserburger Löwen gewechselt?

Wenn du eine Anfrage vom interessantesten Verein hier in der Region bekommst und mit Leute, mit denen du selber schon auf dem Platz gestanden bist, arbeiten darfst, dann überlegst du nicht lange. Hier hast du zuhause knapp 1000 Zuschauer und eine professionelle Struktur die immer weiter wächst.

„Mir ist vor allem das Pressing als Stärke aufgefallen“

Leo Haas war der Erfolgstrainer bei Wasserburg. Wirst du vieles von ihm übernehmen oder versuchst du gleich deine eigene Handschrift mit einzubringen?

Zuerst möchte ich sagen, dass ich nicht alleiniger Cheftrainer bin. Das ganze läuft in Verbindung mit dem Niki Wiedmann ab. Wiedmann kennt alle Spieler der Wasserburger Löwen in- und auswendig, da er die erfolgreichen Jahre mit dem TSV mitgemacht hat. Somit kennt er die Systeme, in denen sich die Spieler wohlfühlen, sowie die Baustellen der Mannschaft. Mein Ziel ist es, die Spieler auf der jeweiligen Position individuell zu verbessern. Ich möchte die Erfahrungen aus meiner eigenen Karriere auf sie übertragen. Das wird eine sehr gute Kombination werden. 

Wo möchtest du noch Impulse setzen?

Bei den Spielen, die ich bis jetzt gesehen habe, ist mir vor allem das Pressing als Stärke aufgefallen. In der Defensive werde ich versuchen, die Mannschaft zu stabilisieren. Der TSV ist vor allem daheim eine Macht. Auswärts könnten wir noch selbstbewusster rangehen. Aber sonst funktioniert die Mannschaft und ihr System sehr gut. Sie haben das Spiel von Haas angeeignet und verinnerlicht. 

Solange wie möglich oben dranbleiben

Können die Fans mit Neuzugängen in der Winterpause rechnen?

Ich setze mich mit dem Trainerteam und der Vereinsführung zusammen, dann wird alles detailliert nochmal besprochen. An sich sind Verstärkungen nie schlecht, aber wir werden keinen Spieler verpflichten, der uns dann sowieso nicht weiterbringt.

Was sind deine Ziele mit dem TSV 1880 Wasserburg?

Ich möchte diese Saison auf jeden Fall die Einzelspieler individuell auf ein neues Level bringen. Natürlich will ich mit der Mannschaft so lange wie möglich versuchen oben dranzubleiben. Das wird aber nicht leicht. Mit acht Auswärtsspielen haben wir es in der Rückrunde schwer, dennoch geben wir alles.

Lob für Arbeit von Frank Schmöller beim TSV 1860

Freust du dich auf das Duell mit dem TSV 1860 München II?

Es ist immer schön, an die Grünwalder Straße zu kommen. Es wird aber kein einfaches Spiel dort. Die Amateure haben sich unter Frank Schmöller extrem gut entwickelt, die spielen eine gute Rolle in der Bayernliga.

Wer hat dich als Spieler und jetzt als Trainer besonders geprägt?

Torsten Fröhling, unter dem ich gespielt habe, als ich zum TSV 1860 zurück bin. Das ist ein Trainer, bei dem ich sogar im höheren Alter noch extrem viel dazugelernt habe. Er hat viele Spieler auf die nächste Stufe gebracht. Das möchte ich den Jungs hier in Wasserburg auch weitergeben. 

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