Löwen-Profi ist heiß auf Ex-Klub

Liendl: Ich kann Möhlmann mit Tipps helfen

+
Dürfte gegen Düsseldorf besonders motiviert sein: Löwen-Profi Michael Liendl (r.) trug vor einen halben Jahr noch das Fortuna-Trikot.

München - Für Michael Liendl ist das Heimspiel gegen Düsseldorf eine Reise in die Vergangenheit. Der Ex-Fortune will seine früheren Teamkollegen wieder in den Abstiegssumpf ziehen.

Oliver Kreuzer war gut drauf bei seinem kurzen Weg zurück in die Geschäftsstelle. Was der Sportchef des TSV 1860 beim Training an diesem Mittwoch von der Seitenlinie aus gesehen hatte, stimmte ihn positiv mit Blick auf das Heimspiel gegen Düsseldorf. "Da ist ein guter Zug drin, auch ordentlich Aggressivität, so muss das sein", sagte Kreuzer. "Wir haben's dreimal versucht mit einem Sieg dieses Jahr, jetzt werden wir's halt ein viertes Mal probieren. Irgendwann muss das Glückspendel auch mal auf unsere Seite ausschlagen."

Beim samstäglichen Gegner vom Niederrhein war dies im jüngsten Montagsspiel gegen den 1. FC Nürnberg (1:1) der Fall. "Da hat der Schiri in die Pfeife gehustet, als der Sararer hingefallen ist", erinnerte Kreuzer an die Elfmeter-Szene zum 1:0. "Kai Bülow hat das Glück gegen Bochum nicht gehabt." Alles eine Frage der Fortune gegen die Fortuna?

Für Michael Liendl zählt gegen seinen Ex-Verein nur ein Sieg. "Wenn der Trainer Informationen braucht, stehe ich zur Verfügung", sagt er und lächelt. Ich freue mich auf viele bekannte Gesichter, aber auf dem Platz gibt es keine Freunde. Wir müssen gewinnen, um im Kopf einen Schritt nach vorne zu machen. Düsseldorf ist eine gute Mannschaft, aber man hat beim Spiel gegen Nürnberg gesehen, dass sie zu knacken sind, dass sie unter Druck Fehler machen. So viel Selbstvertrauen haben sie auch wieder nicht."

Viertes Löwen-Duell mit Trainer Kurz

Und die Löwen? Liendl glaubt: "Es war jetzt mal wichtig, dass wir gegen Bochum angeschrieben haben und ein Tor geschossen haben. Da gehst du anders rein in ein Spiel als wenn du verloren hast. Es ist jetzt nicht so, dass wir meinen, wie zerreißen die Welt, aber es ist schon um einiges besser." Wie gut, wird sich am Samstag zeigen.

Es ist das vierte Spiel der Löwen gegen ihren Ex-Trainer Marco Kurz. Von den bisherigen Duellen gewann Kurz zwei (4:0 und 1:0 mit Kaiserslautern in der Saison 2009/10) und verlor eines (0:1 mit dem FC Ingolstadt im Spätsommer 2013). Mit einem Sieg, glaubt Liendl, könne man bei dann noch sechs Punkten Rückstand "sogar auf Düsseldorf noch mal Druck machen in Sachen Abstiegskampf. Wenn sie uns schlagen, dann sind sie unten komplett weg."

Was im derzeitigen Schneckenrennen um den Relegationsplatz für 1860 spreche, wurde Kreuzer am Mittwoch gefragt. Antwort: "Die Qualität und die Erfahrung. Wir kennen diese Situation. Wenn du das schon mal durchgemacht hast, dann hilft dir das." Dumm nur, dass mit Daniel Adlung (Knöchel-OP) einer der Erfahrensten lange ausfällt. Liendl: "Das ist bitter - speziell für den Adi. Vier Wochen in dieser Situation ist nicht gut. Aber er wird uns sicher noch helfen können."

lk

auch interessant

Meistgelesen

Rekord-Löwe Ribamar feiert Debüt - „Er hat’s gut gemacht“
Rekord-Löwe Ribamar feiert Debüt - „Er hat’s gut gemacht“
Ismaik deutet Trainingslager in Abu Dhabi an
Ismaik deutet Trainingslager in Abu Dhabi an
Lacazette: „Mein Ziel heißt Stabilität“
Lacazette: „Mein Ziel heißt Stabilität“
Taktikexperte erklärt: Darum ist das Pereira-System gut für 1860
Taktikexperte erklärt: Darum ist das Pereira-System gut für 1860

Kommentare