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"Das gibt mir Hoffnung auf eine gute Saison"

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Miki Stevic ist bislang zufrieden mit der Vorbereitung
Miki Stevic ist bislang zufrieden mit der Vorbereitung © sampics

München - Sportdirektor Miki Stevic zieht nach den 1:1-Tests gegen den HSV und Dortmund eine positive Zwischenbilanz. Ein bisschen fühlt er sich an die Mannschaften von Merkel und Lorant erinnert.

Was Sprichworte angeht, kann Miki Stevic auf ein schier unerschöpfliches Reservoir zurückgreifen. Am Donnerstag gab der Sportdirektor folgende Weisheit zum Besten: „Wenn du mal von einer Schlange gebissen worden bist, dann hast du danach schon Angst vor einem Salamander.“

Legendäre Fußballer-Weisheiten

Gemünzt war das Ganze auf Testspieler Necat Aygün, den Stevic gern verpflichten will. Allerdings hatte der Abwehrmann in der Vergangenheit mit erheblichen Rückenproblemen zu kämpfen, was Aygün offensichtlich mental nach wie vor zu schaffen macht. Von daher der Vergleich mit dem Schlangenbiss und dem Salamander. Stevic wiederum sagt: „Ich finde, Aygün macht sich da unnötig Gedanken.“

Der Sportdirektor war vor allem von der Kopfballstärke des 29-Jährigen im letzten Testspiel beim 1:1 gegen den Hamburger SV beeindruckt: „Die fehlt uns bisher noch etwas in der Abwehr.“ Stichwort HSV.

Das Auftreten der Löwen, ebenso wie jenes beim 1:1 gegen Borussia Dortmund drei Tage zuvor, hat Stevic durchaus imponiert: „Die Art und Weise, wie sich die Mannschaft präsentiert hat, die hat gestimmt. Das waren ja schließlich nicht irgendwelche Gegner. Hamburg hat jetzt zum Beispiel für den Neuzugang Kacar eine Ablösesumme bezahlt, die fast so hoch ist wie unser Jahresetat.“ Aber er fügt sofort hinzu: „Wir dürfen nicht vergessen – das waren nur Testspiele. In der 2. Liga gelten ganz andere Regeln. Die Tendenz allerdings ist gut.“

Besser als im Vorjahr unter Ewald Lienen? Stevic: „Ich spreche nicht gern über die Vergangenheit und auf Ewald lasse ich auch nichts kommen. Fakt ist aber, dass wir jetzt mehr agieren als reagieren. Wir greifen schon viel höher an. Und das muss einfach auch die Spielweise von 1860 sein.“

Dadurch sei man gegen den HSV „zu vielen guten Chancen“ gekommen. Stevic: „Und wenn einer meint, hier nur mit Spitze und Hacke spielen zu können, dann ist er fehl am Platz. Es geht nur mit Leidenschaft. Die war auch in den großen Zeiten, als die Trainer hier Merkel und Lorant hießen, nötig und vorhanden. Was ich bisher gesehen habe, gibt mir allerdings Hoffnung auf eine gute Saison.“

Wobei Stevic durchaus noch Steigerungspotenzial für realistisch hält. „Leute wie Daniel Bierofka und Savio Nsereko, die ein ganzes Jahr gar nicht oder fast nie gespielt haben, brauchen noch Zeit. Aber je mehr Einsätze die beiden bekommen, umso schneller finden sie auch zu ihrer Form.“ Dreieinhalb Wochen Zeit bleibt ja noch bis zum Punktspielstart, schon am Freitag in Rosenheim (19 Uhr) gegen den türkischen Erstligisten Antalyspor können die beiden Offensivkräfte erneut Spielpraxis sammeln.

Claudius Mayer

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