Kritik am Trainer

Eine Fröhling-Aussage macht 1860-Fans wütend

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"Ein" schlechte Spiel? Torsten Fröhling polarisiert mit seiner Analyse

München - Der TSV 1860 München zeigt in Düsseldorf einen Offenbarungseid. Trainer Torsten Fröhling versucht, die Fans zu beruhigen - und erntet von vielen Unverständnis.

Es war ruhig beim TSV 1860 München in den letzten Wochen, verdächtig ruhig.

Trotz Sieglos-Serie gab es keine Diskussionen um Trainer Torsten Fröhling. Die Löwen spielten zwar nicht erfolgreich, aber engagiert und couragiert. Glücklos, möchte man sagen - und Fröhling, der Retter der Vorsaison, schien noch Kredit zu haben. Das war ungewöhnlich für den TSV, dessen Gemengelage sonst eher einem Pulverfass gleicht.

"Gibt immer mal ein schlechtes Spiel"

Allerspätestens seit dem Sonntag ist das Geschichte. Das blutleere 0:3 in Düsseldorf brachte Fröhling-Kritiker auf den Plan - und die, die es mit dem 49-Jährigen halten, gehen beim Blick auf die Tabelle wohl oder übel die Argumente aus. Zwei von 18 möglichen Punkten, Platz 17. Punktet Duisburg am Montagabend, ist der TSV Letzter. So sieht die bittere Wahrheit aus.

Fröhling dagegen wiegt sich wohl immer noch in Sicherheit und beruft sich auf die punktlosen, aber ordentlichen ersten Spiele: "Die Löwen-Fans müssen sich keine Sorgen machen, irgendwann gibt es immer mal ein schlechtes Spiel."

Mit dieser Aussage zog er in Fan-Foren viel Ärger auf sich. Betreibt Fröhling Augenwischerei? Viele Anhänger des TSV sehen es so.

Einige 1860-Fans sauer

"Alleine für diese Aussage gehört er in die Wüste geschickt!", findet tz-User "gehdsno".

"Dieser Satz sagt ja wohl alles....Sprachlos", schreibt "BlueInside".

"Doch - ich mach mir große Sorgen - weil ihr alles falsch macht, was man falsch machen kann. Und das nicht nur, während des Spiels, und auch nicht seit kurzem", findet "Dr. W.".

Die meisten User sind sich einig: Die Löwen spielen auch in dieser Spielzeit gegen den Abstieg.

Kein Kampfgeist

Immerhin Fröhlings Kapitän Christopher Schindler redete Klartext: "Es ist eine katastrophale Punktausbeute".

Und, vielleicht noch schlimmer: Der Kampfgeist fehlte. Schindler: "Kein Biss, keine Gegenwehr. Jeder wusste, was heute zu tun ist. Eine gewisse Aggressivität, Zweikampfverhalten und Willen muss man von jedem erwarten können, der auf dem Platz steht."

Fünfer-Hagel! Die Löwen-Noten in Düsseldorf

Fröhling wegen Wechseln in der Kritik

"Wir haben zugelassen, dass sich die Fortuna in einen Rausch spielen konnte", gab Fröhling zu. Auch für seine Wechsel steht der Trainer in der Kritik. Schon zur 54. Minute hatte er dreimal getauscht - und konnte dann nicht mehr reagieren, als sich Okotie verletzte. Die Schlussviertelstunde musste 1860 zu zehnt überstehen, von Aufbäumen war da schon längst nichts mehr zu spüren.

"Ich hatte das Gefühl, dass ich [mit den frühen Wechseln] nochmals ins Spiel eingreifen kann. Aber nach dem 0:3 und dem dramatischen Ausfall von Rubin Okotie war das erledigt. Es war heute unser schlechtestes Saisonspiel", gab Fröhling ohne Umschweife zu.

Okotie wohl nicht schwer verletzt

Der einzige Lichtblick eines traurigen Löwen-Wochenendes ist, dass der Österreicher wohl nicht schlimmer verletzt ist. Er postete bei Facebook: "Mir geht's wieder gut, auch wenn der Kopf noch ein bisschen brummt und ich ein paar Tage kürzer treten muss! Aber das wird schon - ich hoffe bald wieder dabei zu sein!" Ob er schon am nächsten Samstag gegen Kaiserslautern auflaufen kann, bleibt zunächst offen.

Vielen Dank für eure Genesungswünsche Ich bin gestern Nacht noch nach Hause gekommen.Mir geht's wieder gut, auch wenn...

Posted by Rubin Rafael Okotie on Montag, 14. September 2015

Mit oder ohne Okotie - es bleibt die Frage, ob die Löwen gegen den FCK wieder anders auftreten. "So eine Leistung darf nicht noch einmal passieren", weiß Schindler.

Falls doch, dürfte Fröhling ernsthafte Probleme bekommen.

Was meinen Sie? Gelingt mit Fröhling die Wende? Diskutieren Sie in unserer Kommentarfunktion mit!

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