Das steht an

Trainer, Sportchef, Präsident: Der Monat der Entscheidungen

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1860-Coach Fröhling: Kopf aus der Schlinge?

München - Trainer, Sportchef, Präsident – im Oktober werden Lösungen beim TSV 1860 München erwartet. Diese Entscheidungen stehen an.

Der Frühling war dramatisch beim TSV 1860 München, der Sommer chaotisch – können die Löwen im Herbst noch einen draufsetzen? Mit dem Spiel auf der Bielefelder Alm wird heute Abend um 18.30 Uhr der Monat der Entscheidungen eingeläutet. Trainer, Sportchef, Präsident – drei zentrale Positionen gilt es zu festigen bzw. neu zu besetzen. Die tz analysiert den Stand der Dinge:

Trainer: Torsten Fröhling ist nach dem erfolglosesten Saisonstart der blauen Zweitligageschichte die meistdiskutierte Personalie an der Grünwalder Straße. Gelingt dem Coach auch im zehnten Anlauf kein Sieg, könnte es das gewesen sein für den 49-jährigen Mecklenburger. „Wir wollen unbedingt gewinnen“, sagte Fröhling gestern vor der Abreise nach Bielefeld. „Ein Dreier würde ein Brustlöser sein.“ Sollte den Löwen die Luft zu knapp werden, wären nach dem Bielefeld-Spiel zwei Wochen Zeit, die Nachfolge zu regeln. Peter Neururer wurde von Interimspräsident Sigi Schneider als möglicher Nachfolger bereits ausgeschlossen, als Kandidaten gelten u.a. Benno Möhlmann und Tomislav Stipic (ehem. Erzgebirge Aue).

Sportchef: Nach dem freiwillig-unfreiwilligen Abgang von Gerhard Poschner hievten die Löwen Necat Aygün aus der Scouting-Abteilung auf den Sessel des sportlichen Leiters. Mit Stefan Mugosa und Michael Liendl verpflichtete der 35-jährige Ex-Verteidiger zwei Offensivkräfte, von denen bislang nur der Österreicher sein Potenzial andeuten konnte. „Wir haben Necat nicht als Interims-Sportchef betrachtet, sondern als Sportchef bis auf Weiteres. Das intendiert, dass er Sportchef werden kann“, sagte Präsident Schneider vor drei Wochen. Inzwischen mehren sich hinter vorgehaltener Hand die Aussagen, wonach der Posten doch eher neu besetzt werden soll. Wie lange sich Aygün noch hinhalten lässt?

Präsident: Die Gespräche mit den Bewerbern hat der Verwaltungsrat diese Woche begonnen. Kriterien sind neben einer mindestens einjährigen Vereinsmitgliedschaft Grundwissen im Profifußball und finanzielle Kompetenz. Zudem sollte Mister X über gute Kontakte in die (Münchner) Wirtschaft verfügen. Vermögensberater und Jugendfußballtrainer Helmut Reiter aus dem Landkreis Pfaffenhofen hat bereits eine Absage erhalten, als aussichtsreicher Kandidat gilt der gebürtige Münchner Saki Stimoniaris (44), Betriebsratschef von 1860-Sponsor MAN. „Ende Oktober werden wir unseren Vorschlag präsentieren, um satzungskonform zu unserer Mitgliederversammlung einladen zu können“, ließ Verwaltungsratschef Karl-Christian Bay vergangene Woche mitteilen. Tiefer blicken ließ das Bay-Zitat kürzlich in der SZ: „Bei uns zerfleddert sich die Willensbildung oft hin zu einem Minimalkonsens.“

lk

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