Was wird aus Vallori?

Moniz: Dienstantritt mit einem Rätsel

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Ricardo Moniz.

München - Am Dienstag-Abend wurde Ricardo Moniz aus Holland zurückerwartet. Wie es seiner schwer erkrankten Mutter geht, darüber gab es von Sportchef Poschner keine Auskunft.

Mittwoch Vormittag um zehn Uhr soll Ricardo Moniz erstmals auf dem Trainingsplatz an der Grünwalder Straße stehen. Der neue Coach des TSV 1860 wurde Dienstag Abend aus Holland zurückerwartet, nachdem er am Montag in aller Früh nach Eindhoven gefahren war, um seine schwer erkrankte Mutter zu besuchen und ihr zur Seite zu stehen. Wie es am Dienstag um deren Gesundheitszustand bestellt war, darüber wollte Löwen-Sportchef Gerhard Poschner keine Auskunft geben. „Das ist Privatsache“, sagte er.

Auch zu den Gründen für die Trennung von Moritz Stoppelkamp, der am Montag zum Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn gewechselt ist, wollte sich der 44-Jährige nicht auslassen: „Das ist Vergangenheit, dazu gibt es nichts mehr zu sagen.“ Stoppelkamp war drittbester Zweitliga-Scorer (sechs Tore, dreizehn Assists) in der abgelaufenen Zweitligasaison und stand noch bis 2015 unter Vertrag.

Eigentlich, so hieß es ja in den letzten Wochen immer von Vereinsseite, sollen noch weitere Profis den Verein verlassen, um vor allem Platz zu machen für weitere Neuzugänge neben den bisher verpflichteten spanischen Mittelfeldspielern Ilie Sanchez und Edu Bedia. Dienstag aber überraschte Poschner mit der Feststellung: „Vielleicht sind die Spieler, die bisher da waren, in der kommenden Saison besser als in der abgelaufenen Spielzeit.“

Bilder: Edu Bedia macht schon große Sprünge

Bilder: Edu Bedia macht schon große Sprünge

Ernst gemeint, oder nur ein Versuch, Verwirrung zu stiften? Einer der Kandidaten, dem schon vor Wochen ein vorzeitiger Abschied nahegelegt worden war, ist Innenverteidiger Guillermo Vallori. Was aber war Dienstag auf der 1860-Homepage anlässlich des 32. Geburtstags des Spaniers nebst Glückwünschen zu lesen? „Vallori kam am 30. Januar 2012 zu den Löwen. Seitdem überzeugt der Innenverteidiger durch seine Kopfball- und Zweikampfstärke. Wir wünschen alles Gute und eine erfolgreiche Saison mit den Löwen!“ Da kenne sich noch einer aus…

Vallori verspürt auch nach wie kein Bedürfnis, München vorzeitig zu verlassen. „Es gab ein Angebot von Omonia Nikosia aus Zypern, aber das ist kein Thema mehr“, sagte er. „Meine Zeit ist hier ist noch nicht zu Ende. Ich weiß, dass es schwierig wird für mich, aber nicht unmöglich. Ich werde kämpfen!“

Dass im Kader der Löwen aber vor allem noch zwei durchschlagskräftige Stürmer fehlen, nimmt Poschner gelassen hin. „Ich verspüre deshalb keinen Druck“, sagte er. „Den würde ich nur haben, wenn wir am Wochenende schon unser erstes Punktspiel hätten.“

Das findet aber erst am ersten August-Wochenende in Kaiserslautern statt. Happig. Auch das erste Heimspiel. Zwar stellt sich ein Aufsteiger vor, aber der heißt RB Leipzig und besitzt sowohl den Ehrgeiz als auch die finanziellen Mittel, um die Erste Liga ins Visier zu nehmen.

tz

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