Fulham am Keeper dran

Moniz: "Ich habe keinen Besseren als Kiraly"

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Gabor Kiraly (l.) mit Ricardo Moniz.

München - Die "Partylöwen" sind mit nach Kiel gefahren - mit einer Ausnahme. Ricardo Moniz hat die Maßnahme erklärt und sich zum Thema Gabor Kiraly geäußert.

Am Ende einer turbulenten 1860-Woche hat Trainer Ricardo Moniz ein paar bemerkenswerte Sätze gesagt. „Wir sind kein Chaosverein“, erklärte er, nachdem er einen Schlussstrich unter die Taxi-Affäre gezogen hatte. Und: „Lieber habe ich Einheit und keinen Erfolg. Erfolg ohne Einheit ist kurzfristig.“

Die Absicht von Moniz war es zu begründen, warum das für ihn kein großes Drama sei, dass der Klub am Montag fünf Profis an den Pranger stellte – um vier Tage später alle zu begnadigen. Alle bis auf einen. Julian Weigl gehört nicht zum 19-köpfigen Aufgebot für das Pokalspiel in Kiel. Für Daniel Adlung und Yannick Stark dagegen ist die Strafversetzung zur U 21 vorbei. Ebenso für Torhüter Gabor Kiraly, der allerdings auch nicht nächtens um die Häuser gezogen war, sondern „nur“ den Kollegen Kagelmacher an den Haaren gezogen hatte.

Über den gefallenen Vorzeigelöwen Weigl, dem der Klub bereits die Kapitänsbinde entrissen hatte, sagte Moniz: „Julian hatte ein Extra-Plus – jetzt hat er ein Extra-Minus.“ Er habe für Weigl keinen Schwabl daheim lassen wollen, der sich stets gut verhalte, sagte Moniz. Gefolgt von noch so einem bemerkenswerten Satz: „Julian versteht das. Er ist ein intelligenter Junge. Er wird durch diese Erfahrung stärker werden.“

Am Freitag, so schien es, entfaltete diese harte Charakterschule noch nicht die erhoffte Wirkung. Weigl trottete mittags Richtung Kabine, Kopf nach unten. Sein einziger Kommentar: „Ich hab nichts mehr zu sagen, ich will auch nichts mehr sagen.“

Moniz hält er für menschliche „Großheit“, dass er Stark und Adlung begnadigte. Weigl dagegen darf sich hinter die Ohren schreiben, dass verführbare Jungprofis nicht weit kommen beim gestrengen Coach: „Ich hasse Mitläufer.“ Dass am Ende eine Demontage steht, ist ihm egal.

Nicht unbedingt stringent wirkt es auch, wie Moniz die Torwartfrage für Sonntag kommentierte. Ortega erhalte seine Chance, sagte er, aber so sonderlich überzeugend klang das nicht. Gefragt nach Kiraly, an dem Magath-Klub Fulham Interesse zeigt, sagte er: „Ich wäre verrückt, wenn ich ihn gehen lasse. Ich habe keinen Besseren.“

Uli Kellner

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