Trainer fordert mentale Härte

Moniz' Rechnung: Zwei der nächsten drei Spiele gewinnen

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Ricardo Moniz.

München - Löwen-Trainer Ricardo Moniz hat geschildert, wie die Spieler reagierten, die für das St. Pauli-Spiel aus dem Kader gestrichen wurden. Der Coach weiß, dass er sich unbeliebt machen muss - zugunsten des Erfolgs.

Nach und nach kehren die Verletzten in den ohnehin schon großen Kader der Löwen zurück. Rechnet man die Talente Burger, Vollmann, Neudecker und Wolf hinzu, umfasst die Zweitliga-Sportlergruppe stolze 31 Mitglieder. Mit entsprechenden Gefahren für das Betriebsklima. Daniel Adlung beispielweise sei laut Trainer Ricardo Moniz „schockiert“ gewesen, als er von seiner Nichtnominierung für den St.-Pauli-Kader erfuhr. Auch Sturmzugang Rodri und Kai Bülow hätten ihren Bankplatz am Millerntor nur unter mittelschweren Gesichtsverrenkungen eingenommen. „Die Spieler müssen mich hassen oder besser gesagt, nicht mögen, wenn sie nicht spielen“, erklärt Moniz. „Das zeigt, dass sie ambitioniert sind.“

Natürlich weiß der Coach, wie wichtig Erfolge für den internen Frieden sind. Solange gepunktet wird, hört kaum jemand auf die Nichtbeteiligten. Nur ist das mit dem konstanten Punkten bei 1860 so eine Sache. Moniz’ Warnung deshalb: „Wenn sich Leute bei der Presse ausweinen, werde ich das killen. Wir brauchen mentale Härte.“ Und: Geduld. Der Grat zwischen Euphorie und Depression bei 1860 ist dem Trainer „zu schmal. Wir haben kein Geld, wir müssen Qualität entwickeln. Wir haben Spieler geholt, die den letzten Schritt woanders nicht geschafft haben.“ Dies alles müsse man für eine „intelligente Analyse“ berücksichtigen.

Wie lange der Prozess dauere? Schwer zu sagen. Am Samstag kommt Ingolstadt, am Dienstag geht’s nach Sandhausen, drei Tage später steigt das Heimspiel gegen Fürth. Moniz’ Schlusswort am Montag: „Wir müssen die nächsten drei Spiele überleben. Wenn wir zwei gewinnen, sind wir oben dabei.“

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lk

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