Ex-Löwe Stoppelkamp über seinen MSV Duisburg, Fan-Hupkonzerte und Sascha Mölders

Ex-Löwe Stoppelkamp: „1860 steigt auf, wir bleiben drin“

Zebra mit Löwen-Vergangenheit: MSV-Routinier Moritz Stoppelkamp, 34. Foto: Imago

München – Was Sascha Mölders, 35, für die Löwen darstellt, ist Moritz Stoppelkamp, 34, für den MSV Duisburg: Kapitän, Unterschiedsspieler, Identifikationsfigur. Unser Interview mit dem Ex-Löwen zum Heimspiel gegen den TSV 1860.

Moritz, ist der 1:4-Dämpfer vom Mittwoch in Saarbrücken schon verdaut?

Die Niederlage war definitiv vermeidbar, wir wissen, dass wir lange Zeit mindestens gleichwertig waren und in elf Minuten alles hergeschenkt haben. Abgehakt. Saarbrücken ist ne gute Mannschaft. Das wirft uns nicht um.

Was lässt sich aus dieser Saison noch machen?

Schnellstmöglich der Klassenerhalt. Wir haben drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone, da gibt’s kein anderes Ziel.

Sie mussten wegen des Pfeifferschen Drüsenfiebers dreieinhalb Monate aussetzen . . .

Corona wurde schnell ausgeschlossen. Aber es war echt übel. In der Vorbereitung hab ich mich schon extrem schlapp gefühlt, musste mich mittags hinlegen. Als es besser wurde, hab ich zu früh wieder angefangen – prompt gab’s den Rückschlag. Nach einer Blutuntersuchung bin ich ins Krankenhaus, da wurde das Pfeiffersche Drüsenfieber diagnostiziert. Dreieinhalb Monate sind dafür eh noch okay. Aber ich hatte natürlich keine Vorbereitung, darum hat’s gedauert, bis ich wieder richtig in Form gekommen bin.

Die MSV-Fans veranstalten bei den Heimspielen regelmäßig Hupkonzerte vor dem Stadion. Wie sehr pusht Sie das?

Mir gibt es den letzten Kick, wenn ich unsere Fans höre. Und ich merke auch, dass die ganze Mannschaft einen Schub bekommt, schon wenn wir mit dem Bus ins Stadion kommen. Diese Verbundenheit der Fans mit dem Verein zu erleben, das lässt keinen kalt.

Jetzt kommt 1860. Wie schwer ist der Brocken?

1860 ist eines der Topteams der Liga, sie sind zurecht oben mit dabei, gehören vom Namen her ja auch eine Liga höher – genau wie der MSV. Wir müssen ans Limit gehen, um zu punkten, aber das machen wir eh – im Hinspiel hätte auch keiner geglaubt, dass wir 2:0 gewinnen.

Wie gut kennen Sie eigentlich Sascha Mölders? Sie teilen nicht nur die Herkunft aus dem Pott, sondern mit dem MSV, Rot-Weiss Essen und 1860 auch drei Clubs.

Und wir haben trotzdem nie zusammen gespielt. Man kennt und schätzt sich natürlich. Ich kann nur sagen, dass ich Riesenrespekt vor Sascha habe. Er ist das Gesicht von 1860 und hat immer und überall seine Tore gemacht. Wenn es einen Deal gäbe, dass wir am Samstag gewinnen und 1860 dafür aufsteigt, dann wär ich sofort dabei.

Interview: Ludwig Krammer

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