Schiri-Assistent kommt aus der Nähe von Duisburg

Nach Phantom-Tor: 1860 legt Protest gegen Pleite ein

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Der soll drin gewesen sein? Löwen-Keeper Stefan Ortega hält den Ball auf der Linie (l.), Schiedsrichter-Assistent Fabian Maibaum (r.o.) zeigt dennoch Tor an.

München - Der TSV 1860 München legt gegen die Wertung der Niederlage beim MSV Duisburg am Freitagabend aufgrund des äußerst umstrittenen Ausgleichstreffers der Zebras Protest ein.

Ob dieser Schritt erfolgreich sein wird? Der TSV 1860 München legt gegen die Wertung der 1:2-Niederlage beim MSV Duisburg am Freitagabend Protest ein. MSV-Profi Thomas Bröker hatte in der 74. Minute den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt - doch der Ball hatte die Torlinie nicht in vollem Umfang überschritten. Das belegen auch die TV-Bilder. Dennoch entschied Thorben Siewer auf Tor, sein Assistent Fabian Maibaum wollte das Leder drin gesehen haben. Durch den Treffer kamen die Hausherren zurück ins Spiel, erzielten gegen Sechzig sogar noch den Siegtreffer.

“Es gibt in der Zweiten Liga ja keine Torkamera, aber die Fernsehbilder zeigen zu 99,9 Prozent, dass der Ball nicht hinter der Linie war”, erklärte 1860-Sportchef Oliver Kreuzer am Samstag. "Fakt ist: Schiris werden angewiesen nach bestem Wissen und Gewissen zu entscheiden und nicht auf Verdacht. Das war gestern nicht der Fall. Weder Schiedsrichter noch Linienrichter konnten das in dieser Situation und aus diesem Winkel richtig sehen", sagt der 50-Jährige.

Kreuzer: "Das halte ich schon für speziell"

Der Sportdirektor kritisierte dabei nicht nur die Schiedsrichter selbst, sondern auch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) für die Ansetzung. "Einen wenig erfahrenen Zweitliga-Schiedsrichter für ein Abstiegsendspiel und einen Linienrichter aus der Nähe des Gastvereins zu wählen, halte ich schon für speziell", erklärte Kreuzer.

"Dieses Schiri-Gespann hat im Profi-Fußball nichts mehr verloren", wetterte 1860-Keeper Stefan Ortega direkt nach der Partie  im Sky-Interview: "Das war eine absolute Frechheit. Wegen so einer Scheiße kommen wir erst in die Not."

All zu viel Hoffnung auf einen Erfolg vor dem DFB-Sportgericht darf sich der TSV 1860 allerdings nicht machen. Fehlentscheidungen dieser Art wurden bei ähnlichen Fällen stets als Tatsachenentscheidung der Schiedsrichter bewertet, sodass es zu keinerlei Folgen, geschweige denn zu Wiederholungsspielen kam.

Durch die Niederlage beim Tabellenletzten Duisburg und dem gleichzeitigen 2:0-Erfolg des SC Paderborn beim FSV Frankfurt, rutschte Sechzig auf Abstiegsrang 17 ab, ist jetzt vier Spieltage vor Schluss punktgleich mit den Zebras.

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