Verteidiger hat Magen-Darm

Rodnei fällt gegen KSC wohl aus - Möhlmann optimistisch

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Rodnei steht Trainer Benno Möhlmann (l.) gegen Karlsruhe aller Voraussicht nach nicht zur Verfügung.

München - Die Torhüterfrage verspricht Spannung vor dem Debüt von Trainer Benno Möhlmann. Einen Platz im einstelligen Tabellenbereich traut der neue Coach dem kriselnden Traditionsklub zu. Allerdings plagen ihn Personalsorgen.

Zum Debüt geht es für Benno Möhlmann gegen einen Angstgegner der „Löwen“. Nach zuletzt vier Niederlagen gegen den Karlsruher SC will der TSV 1860 München seinem neuen Trainer am Montag (20.15 Uhr) einen erfolgreichen Einstand bescheren. „Wir wollen gut, effizient und mutig auftreten“, kündigte der neue Chef an und glaubt, „dass wir gewinnen können. Die Mannschaft hat das Potenzial!“ Mit einem Sieg könnten die kriselnden Münchner den ebenfalls angeschlagenen KSC im Tabellenkeller überholen.

Knapp zwei Wochen ist der 61-Jährige als Nachfolger von Torsten Fröhling im Amt. In der Länderspielpause fehlte ihm mehr als ein Dutzend Profis verletzt, angeschlagen oder wegen der Reisen zu den Nationalmannschaften. Der Rest aber hinterließ beim neuen Coach einen guten Eindruck. „Mit der Gruppe, die da war, habe ich gut gearbeitet. Ich habe ein Team übernommen, dass psychisch stabil ist“, sagte Möhlmann. Der Kader sei so zusammengestellt, urteilte der Trainer-Routinier schon nach wenigen Tagen, „dass ich mir die Mannschaft durchaus im einstelligen Tabellenbereich vorstellen kann“.

Unwahrscheinlich ist vor der Partie gegen den KSC, zu der 19 000 Zuschauer erwartet werden, der Einsatz von Rodnei. Der Verteidiger konnte auch am Sonntag wegen Magen-Darm-Problemen nicht trainieren. Erstmals wird dagegen Sertan Yegenoglu von der U21 als Abwehr-Alternative dabei sein. Besonders große Spannung verspricht aber die Aufstellungsfrage bei der Nummer 1. Möhlmann will erst am Spieltag bekanntgeben, ob Vitus Eicher (neun Einsätze) oder Stefan Ortega (ein Einsatz) das Tor hüten.

Über Aufstellungsfragen mochte Möhlmann nicht gerne zu viel reden, viel lieber blickte er der Partie entgegen. „Ich habe keine Angst. Die Mannschaft hat das Potenzial, morgen einen Dreier zu holen“, erklärte der zuletzt beim FSV Frankfurt beschäftigte Fußballlehrer.

Nicht nur der TSV 1860, auch Fast-Bundesligist Karlsruhe braucht dringend Punkte. „Wir haben gegen Freiburg eine gute Partie gemacht und ein konzentriertes und intensives Spiel gezeigt. Jetzt wollen wir unser Spiel nach vorne noch verbessern“, sagte Trainer Markus Kauczinski. „Ich merke, dass Zug in der Mannschaft ist und dass die Jungs fokussiert sind.“

dpa

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