„Von mir gibt’s heute keinen Satz.“

Training ohne Grimaldi - Warum spricht keiner Klartext bei 1860?

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„Dazu will ich erst was sagen, wenn es final ist“, meinte Trainer Daniel Bierofka am vergangenen Donnerstag.

Adriano Grimaldi sorgt bereits seit Jahresbeginn für Schlagzeilen. Nun konnte er am Training nicht teilnehmen. Sportchef Günther Gorenzel erklärt: „Von mir gibt’s heute keinen Satz.“

München - Bleibt er? Wechselt er? Und falls ja, wohin? Seit Jahresbeginn sorgt der Fall Adriano Grimaldi für Aufregung beim TSV 1860. „Dazu will ich erst was sagen, wenn es final ist“, meinte Trainer Daniel Bierofka am vergangenen Donnerstag im Trainingslager in Spanien. „Die zwei Vereine sind im Austausch, alles andere macht der Berater. Ende!“ Ende? 

Am Montag hätte der zwangsweise daheimgebliebene Grimaldi wieder mit den Profis trainieren sollen. Doch es kam alles anders. Um 12.53 Uhr, eine gute Stunde vor Trainingsbeginn, verschickten die Löwen eine dürre Pressemitteilung. Wortlaut: „Adriano Grimaldi zog sich im Training mit der U 21 an der Grünwalder Straße 114 eine Sprunggelenksverletzung zu und nimmt deshalb nicht an den Übungseinheiten der Profis teil. Es werden weitere Untersuchungen folgen, um zu einer genauen Diagnose zu kommen.“ Wann die Verletzung passierte? Welches Sprunggelenk betroffen ist? Antworten auf diese Nachfragen konnte die Presseabteilung der Löwen gestern nicht liefern. 

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Sportchef Günther Gorenzel: „Von mir gibt’s heute keinen Satz.“

Sportchef Günther Gorenzel, der in Abwesenheit von Chefcoach Daniel Bierofka bis Donnerstag das Training leitet, meinte auf dem Weg zur Nachmittagseinheit: „Von mir gibt’s heute keinen Satz. Morgen werde ich vielleicht ein paar Geschichten kommentieren.“ Man darf gespannt sein, was Gorenzel am Dienstag zu erzählen hat. Dass Grimaldi den Verein verlassen wolle, hatte Gorenzel vor zwei Wochen in einer Presserunde kundgetan: „Wir wollen die ganze Geschichte jetzt sachlich lösen und abhandeln. Er hat gesagt, er will den Verein verlassen.“ 

Vorausgegangen waren zwei vielsagende Sätze: „Wir lassen uns von keinem Berater und keinem Spieler erpressen.“ Und: „Sportlich spricht überhaupt nichts dafür, dass wir Adriano abgeben wollen.“ Wirtschaftlich sieht es anders aus. Der aktuelle Kurs der Klub-Oberen sieht eine harte Konsolidierung vor, Geschäftsführer Michael Scharold ist angewiesen, ohne frisches Ismaik-Kapital zu planen. Die Einsparung von Grimaldis Gehalt und eine mögliche Ablöse für den bis 2021 gebundenen Stürmer wären ein Schritt in die gewünschte Richtung. Eine Verletzung könnte das Vorhaben akut gefährden. Oder doch nicht? Bis Montagabend wollte niemand Klartext sprechen bei 1860. Ob sich das heute ändern wird? 

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