Möhlmann bei 1860 vor dem Aus

Muss Biero die Löwen als Feuerwehrmann retten?

TSV 1860 München II - Die Lage bei den Profis ist nach der Niederlage gegen Duisburg hochbrisant. Nach tz-Informationen steht Benno Möhlmann beim TSV 1860 vor dem Aus.

An der Grünwalder Straße brennt der Baum. Nach der 1:2-Niederlage gegen den MSV Duisburg stehen die Löwen wieder auf einem direkten Abstiegsplatz. Nachtz-Informationen steht die Ablösung von Trainer Benno Möhlmann kurz bevor. Die Bestätigung des TSV 1860 fehlt allerdings noch.

Vier Spiele haben die Blauen noch Zeit, die Klasse zu halten. Am kommenden Wochenende kommt Eintracht Braunschweig in die Allianz Arena. Am 1. Mai müssen die Löwen dann beim FC St. Paul antreten, ehe am 8. und 15. Mai die beiden Endspiele gegen den SC Paderborn und FSV Frankfurt folgen.

Für den TSV 1860 ist es - wieder einmal - die letzte Option im Abstiegskampf. In der vergangenen Saison wurde ebenfalls mit Torsten Fröhling in letzter Sekunde ein neuer Trainer installiert, der die Mannschaft über den Umweg Relegation gerade noch gerettet hat.

Möhlmann, der bei den Fans aufgrund seiner pragmatischen Art nicht unumstritten ist, konnte aus 20 Spielen nur 19 Punkte holen. Die Verantwortlichen ziehen deshalb vor den letzten vier Spielen jetzt offenbar die Reißleine und beurlauben den Trainer-Routinier.

Doch wer soll sein Nachfolger werden? Nicht unüblich bei 1860 ist, dass der Coach der kleinen Löwen aufrückt. Mit Markus von Ahlen und Torsten Fröhling wurde in der jüngsten Vergangenheit immer wieder den Trainern der Nachwuchsteams das Vertrauen geschenkt.

Bei der Verpflichtung von Benno Möhlmann wurde Daniel Bierofka noch "übergangen". Jetzt könnte die Stunde der Löwen-Legende schlagen. Seine Bilanz bei der Reserve kann sich sehen lassen. Die Mannschaft ist seit dem Derby gegen den FC Bayern II im November ungeschlagen und hat seit zehn Spielen nicht mehr verloren. Obwohl Biero mit Nico Karger im Winter seinen besten Stürmer an die Profis abgeben musste, hat er seit dem Sieg gegen den Erzrivalen vier Sieg und sechs Unentschieden geholt und das Team ins gesicherte Mittelfeld geführt.

Was für Bierofka spricht: Er ist ein Löwe durch und durch und trägt den Verein quasi seit seiner Geburt im Herzen. Vater Willi, ebenfalls langjähriger Spieler des TSV 1860, hat ihm das Löwen-Gen eingeimpft. Mit seiner emotionalen Art am Spielfeldrand könnte er vielleicht auch die in den letzten Wochen oftmals lethargisch auflaufenden Profis wieder in die Spur bringen. Bei den Fans dürfte er einen guten Stand haben und könnte vielleicht bei den so wichtigen Heimspielen gegen Braunschweig und Paderborn die Anhänger mobilisieren.

 

 

Quelle: fussball-vorort.de

Rubriklistenbild: © Sven Leifer (Archiv)

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