Stress für die Löwen?

Nach dem Pyro-Ärger: Das kommt jetzt auf 1860 zu

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Die Fans der Löwen fielen in Augsburg durch das Abbrennen von Pyrotechnik unangenehm auf.

Einen bitteren Sonntagnachmittag erlebten die Löwen in Augsburg. Bei der 2:3-Niederlage fielen auch die Fans des TSV 1860 unangenehm auf. Wir sagen Ihnen, was die Blauen jetzt erwartet.

Irgendwie fühlte man sich am Sonntag an Zweitligazeiten der Löwen erinnert - allerdings auf eine sehr unschöne Art und Weise. Keine Punkte, Ärger durch Fans, der die Eröffnung einiger Strafverfahren nach sich zieht, und schließlich sogar eine Spielunterbrechung wegen des Zündens von Pyrotechnik waren Merkmale der Partie des TSV 1860 München in Augsburg.

Dabei stand das Spiel eigentlich im Zeichen des neuen Zuschauerrekords, der bei der extra in die WWK-Arena verlegten Partie aufgestellt wurde: 21.219 Zuschauer bei einem Spiel in der Regionalliga Bayern gab es zuvor noch nie. 

In Erinnerung wird aber neben der Rekordkulisse auch das Verhalten der Löwenfans in Augsburg bleiben. Seit Saisonbeginn hatte sich der Anhang der Blauen auf den erlaubten Support für ihre Mannschaft beschränkt. Das änderte sich nun beim Gastspiel in der Fuggerstadt.

Eine Strafe durch den Verband droht

Wegen des unerlaubten Einsatzes von Pyrotechnik droht den Löwen im Nachhinein Ungemach. Der Spielleiter der Regionalliga Bayern, Josef Janker, sagte gegenüber dieblaue24, dass der Bayerische Fußball-Verband die Löwen auffordern werde, sich schriftlich zu äußern. Des Weiteren werde der Verband den Bericht von Schiedsrichter Markus Pflaum abwarten.

„1860 wird mit Sicherheit aufgefordert, die Namen der Fans zu nennen, die mit Pyro aktiv waren. Nennt der Verein uns die Namen, würde sich das strafmildernd auf das Urteil auswirken“, so Janker weiter. „Bis zu diesem Spiel in Augsburg waren die Löwen-Fans wirklich super - aber das, was jetzt passiert ist, ist keine schöne Sache. Wir wollen Fußball ohne Gewalt und Pyro - das ist mein Wunsch und meine Hoffnung.”

Video: Das sagt Mölders zum Pyro-Eklat

Bierofka: Kein Verständnis für „Idioten“

Eine höhere Strafe aufgrund der Vorkommnisse beim Relegationsspiel gegen Jahn Regensburg müssen die Blauen aber nicht fürchten. „Das wurde mit dem Geisterspiel gegen Nürnberg abgegolten.” Gerade mit Blick auf das Derby gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern München am Sonntag, den 22. Oktober, sollten die Löwen aber zusehen, dass sich die Vorfälle aus Augsburg nicht wiederholen.

Im Anschluss an die 2:3-Niederlage des Regionalliga-Tabellenführers beim FC Augsburg II hatte sich auch Löwen-Coach Daniel Bierofka kritisch zu den Vorkommnissen geäußert.  „Ich verstehe nicht, dass manche Idioten nicht kapieren, dass sie uns mit solchen Aktionen einen Bärendienst erweisen“, so der 38-Jährige.

Im Netz wurden die Zündeleien im Löwen-Block ebenfalls aufs Schärfste verurteilt.

Bleibt zu hoffen, dass die Sechzger auf und neben dem Platz wieder ein anderes Gesicht zeigen als am Sonntag. Gerade im Derby mit den kleinen Bayern wären Löwen und Löwenfans, die sich von ihrer besten Seite zeigen, doch ein starkes Statement.

Eiskalt! Der FCA bestraft kämpfende Löwen vor Rekordkulisse - Keine Note 1 oder 2 

sh/Video: Glomex

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