Hoffnung auf die Winterpause

Trotz Steigerung dahoam: Von Ahlens Stuhl wackelt

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Schon seit längerer Zeit ist Markus von Ahlen als Trainer der Löwen nicht unumstritten. Nach dem Remis gegen Lautern wackelt sein Stuhl immer mehr.

München - Ein Punkt aus vier Partien, dazu sieben Niederlagen aus den vergangenen zehn Pflichtspielen. Die Lage beim TSV 1860 München ist prekär. Nun wackelt der Stuhl des Trainers von Ahlen.

Der TSV 1860 München sehnt die Winterpause herbei - im neuen Jahr kann es für die Löwen fast nur besser werden. Nach dem nächsten Punktverlust bleibt die Lage des Fußball-Zweitligisten im Tabellenkeller prekär, und auch die Zukunft von Trainer Markus von Ahlen scheint alles andere als gesichert. Verteidiger Gary Kagelmacher jedenfalls sagte nach dem 1:1 (1:0) gegen den 1. FC Kaiserslautern am Mittwoch auf die Frage, ob er weiter gern mit von Ahlen arbeiten möchte: „Das muss man Herrn Poschner fragen. Ich kann dazu nichts sagen. Ich mache nur meine Arbeit auf dem Platz.“

„20 Punkte bis zur Winterpause“ hatte Sportchef Gerhard Poschner vor den beiden Heimspielen gegen Karlsruhe und Kaiserslautern als Ziel ausgegeben - das wurde nun bereits verpasst. Mit 16 Punkten rangieren die Sechziger vor dem Jahresabschluss 2014 am Montag bei RB Leipzig (20.15 Uhr) weiter auf dem drittletzten Tabellenrang.

Der Neustart, den sich der Löwen-Trainer zum Auftakt der Rückrunde gewünscht hatte, blieb aus. „Mit dem Ergebnis sind wir nicht zufrieden. Wir wollten dieses Spiel gewinnen und sind ein bisschen verärgert“, sagte von Ahlen. Seit seinem Amtsantritt fallen dem TSV 1860 vor allem die Heimspiele schwer. Das Remis gegen den FCK war der erste Punktgewinn seit Ende September in der Münchner Arena.

Dass die Sechziger nun mitten im Abstiegskampf stecken, ist allen bewusst. Poschner sagte vor der Partie, dass als einziges Ziel nun sei, „so schnell wie möglich von den Abstiegsrängen wegzukommen“. Der im Sommer unter Ex-Coach Ricardo Moniz so forsche Traditionsclub hat die Ziele deutlich nach unten schrauben müssen, das wissen auch die Spieler. „Jeder kann die Tabelle lesen und muss sich dieser Situation nun stellen“, sagte Yannick Stark, der den TSV am Mittwochabend mit einem Kopfballtor (26.) in Führung gebracht hatte.

Weil Markus Karl (85.) spät der Treffer zum 1:1 gelang, reichte es einmal mehr nicht zu einem Sieg für die Münchner. „Das ist sehr bitter, diese drei Punkte nicht mitnehmen zu können. So spät durch ein Standard-Gegentor den Ausgleich zu bekommen, ist ärgerlich“, bilanzierte Stark. Vor dem letzten Spiel des Jahres in Leipzig freuen sich die Löwen bereits auf die Winterpause. „Ich denke, die Pause wird gut für den Kopf sein“, sagte Kagelmacher.

dpa

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