Löwen-Sportdirektor nimmt Profis in die Pflicht

Aygüns Dank an Poschner: "War sein Verdienst"

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War in Giesing nicht immer wohlgelitten: Gerhard Poschner sucht nach dem Aus bei den Löwen nach einem neuen Job.

München – Wer hätte das gedacht? In Rekordzeit hat sich Necat Aygün als Sportdirektor bei den Löwen etabliert. Auf dem Transfermarkt gibt er Gas, dabei vergisst der Ex-Profi aber auch einen Vorgänger nicht.

Seit exakt einem Monat werkelt Necat Aygün am Sechzig-Kader. Seine Feuertaufe hat der Interims-Sportdirtektor mit Bravour bestanden. Die gestandenen Zweitliga-Spieler Stefan Mugosa und Michael Liendl lockte er ins Löwen-Revier, im Gegenzug veräußerte der 35-Jährige die suspendierten Rodri und Ilie Sanchez erfolgreich in ihre spanische Heimat – wenn auch zunächst auf Leihbasis. Die Chance, bei seinem Verein schnell Verantwortung zu übernehmen, verdankt er ausgerechnet seinem Vorgänger Gerhard Poschner, der seinen Platz vor einigen Wochen nicht ganz freiwillig geräumt hatte. „Ich bin dankbar, dass Gerhard Poschner mir die Möglichkeit gab, als Scout anzufangen. Das war sein Verdienst“, verneigt sich Aygün im kicker-Interview vor dem 45-Jährigen.

Fröhling verordnet Wolf eine Denkpause

Der Schatten Poschners war zugegeben am Ende nicht sonderlich groß, doch Aygün hat sich rasch freigeschwommen. Dabei kommt dem gebürtigen Münchner zugute, dass er bis vor zwei Jahren noch selbst das Löwen-Trikot trug und in der 2. Liga um Punkte kämpfte. „Ich kenne die Jungs gut, mit mehr als der Hälfte habe ich zusammengespielt. Das Verhältnis ist dadurch eng. Das kann durchaus vorteilhaft sein“, setzt er auf die Nähe zum Team. Denn in den ersten vier Wochen ist Aygün so richtig auf den Geschmack gekommen: „Es ist für mich eine große Chance. Ich bin nicht abgeneigt, weiterzumachen.“

Wiesn-Trikot schreckt die Franzosen auf

Die sportliche Doppel-Spitze bildet er gemeinsam mit Trainer Torsten Fröhling. Der Löwen-Retter imponiert auch Aygün: „Wir müssen Torsten Fröhling ein Kompliment machen, wie er in den letzten Monaten mit dieser Mannschaft gearbeitet hat. Er hat sie geformt.“ Mit der Lobhudelei verbindet er aber auch gleich eine Forderung: „Die Mannschaft entwickelt sich fußballerisch, doch jetzt müssen auch die Ergebnisse her.“ Am besten schon beim Spiel in Bochum.

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