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Verstärkungen: Ist Ismaik die letzte Hoffnung von 1860 München?

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Hasan Ismaik, Investor des TSV 1860 München.

München - Wenn es um Neueinkäufe geht, ist der TSV 1860 München mehr denn je abhängig ist von der Gunst des Investors Hasan Ismaik. Erbarmt sich der Jordanier der Sechziger?

Das Jahr 2015 wird der TSV 1860 München so schnell nicht vergessen. Denn es war ein Jahr des permanenten Schreckens, der Abstiegsängste, der ständigen Qual für Nerven und Seele. Die Mannschaft befand sich untentwegt im Existenzkampf, auf die so glückliche Rettung in letzter Sekunde am 2. Juni (2:1 gegen Kiel) folgten Machtkämpfe, Proteste, Rücktritte, die schon so oft erlebte Selbstzerfleischung. Einer biblischen Plage gleich setzte sich das sportliche Tief fort. Aktueller Vorletzter der 2. Liga sind die Blauen, stehen damit noch miserabler da als in der Vorsaison. Und die wurde ja bereits als einzige Katastrophe empfunden.

Zur vorweihnachtlichen Krisenstimmung passte auch die jüngste Pokal-Pleite gegen Bochum, bei der die Münchner eher kampflos die Chance verstreichen ließen, ihre leere Kasse mit 1 Million Euro etwas zu füllen. Sich mit drei Heimniederlagen in Serie in die Weihnachtspause zu verabschieden, lässt zudem starke Zweifel am Vereinsslogan („Münchens große Liebe“) aufkommen. Schwach wie nie präsentierte sich der TSV 1860 München 2015. Und es stellt sich bereits vor dem noch ausstehenden Gastspiel beim Tabellenzweiten Freiburg einmal mehr die bange Frage: Ist der Abstieg in die Drittklassigkeit noch abzuwenden?

Eine naheliegende Antwort lautet: Mit den vorhanden Kräften wird das kaum möglich sein. Noch ist zwar nichts verloren, zumindest der Relegationsplatz befindet sich in Reichweite. Aber es liegt nun an Sportdirektor Oliver Kreuzer und Trainer Benno Möhlmann, sich um die überlebenswichtigen Verstärkungen zu kümmern. Dazu bedarf es allerdings nicht nur eines glücklichen Händchens, sondern auch ausreichender finanzieller Mittel. Womit der Ball wieder einmal beim milliardenschweren Hasan Ismaik gelandet wäre.

Der Gesellschafter konnte sich am Mittwoch höchstselbst davon überzeugen, wie besorgniserregend es ums blaue Personal bestellt ist. Nur welche Schlüsse wird der angeblich verstimmte Jordanier daraus ziehen? Hat ihn das Trauerspiel abgeschreckt, oder erbarmt er sich der Sechziger? Fest steht, dass der TSV 1860 München mehr denn je abhängig ist von der Gunst seines so unberechenbaren Geldgebers. Ismaik als letzter Hoffnungsträger? Auch das ist Ausdruck einer fundamentalen Krise.

Armin Gibis

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