Das Elend nimmt weiter seinen Lauf

Nichts geht mehr: 1860 München verliert auch gegen Fürth

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Frust nach der Niederlage bei v.li: Stefan Mugosa (TSV 1860 München), Daniel Adlung (TSV 1860 München).

München - Der TSV 1860 München verliert gegen Greuther Fürth. Auch mit Kurt Kowarz, der Trainer Möhlmann vertrat, läuft es weiterhin schlecht.

Das Elend nimmt weiter seinen Lauf. Auch nach zwölf Spieltagen warten die Löwen weiter auf den ersten Saisonsieg. Er kam auch nicht mit Kurt. Kowarz, der dritte Cheftrainer des TSV 1860 in den vergangenen drei Spielen, musste am Freitagabend in Fürth den erkrankten Benno Möhlmann ersetzen und verlor mit 0:1 (0:0). Nichts geht mehr. Selbst als Angstgegner taugen die Sechziger nicht mehr, denn die Fürther hatten schließlich in den vergangenen Jahren immer brav gegen die Löwen verloren.

Nur zwei Veränderungen gab’s im Vergleich zur 0:1-Niederlage gegen den Karlsruher SC beim TSV 1860. Und die hatte der an der Galle operierte Cheftrainer Benno Möhlmann aus der Rotkreuzklinik in Neuhausen in Auftrag gegeben. Der gesperrt gewesene Milos Degenek übernahm wieder die 6er-Position, und anstelle von Mvibudulu durfte Vollmann vorne rechts ran. Aber die Löwen schienen aus dem KSC-Spiel anfangs noch einen schweren Rucksack mit sich rumzuschleppen. Denn zunächst einmal diktierte Greuther Fürth das Spiel, erarbeitete sich auch rasch zwei gute Möglichkeiten durch Berisha (8.) und Gjasula (13.), der aus fünf Metern direkt in die Arme von Eicher köpfte.

Nach etwa 20 Minuten aber löste sich die Verkrampfung bei den Löwen, als Signal diente ein herrlicher 20-m-Schuss von Liendl, der nur knapp das Kreuzeck verfehlte (21.). Zehn Minuten später glänzte der Österreicher mit einem überragenden Pass auf Wolf, der aber allein vor Torhüter Mielitz scheiterte. So gute Chancen hatten die Löwen während des ganzen Spiels gegen Karlsruhe nicht herausgespielt. In der Tonart ging’s weiter. 39. Minute: Perfekt angeschnittener Eckball von Liendl, Kagelmacher köpft aus kurzer Distanz, Mielitz lenkt den Ball an die Unterkante der Latte und klärt dann noch per Fußabwehr.

Nach der Pause war’s mit der blauen Herrlichkeit aber vorbei. Da gaben von Anfang an wieder die Füther den Ton an und gingen bereits in der 47. Minute durch einen Flachschuss von Stiepermann aus 15 Metern in Führung. Die Löwen verloren in der Folge jeglichen Halt, Stiepermann und Freis vergaben weitere gute Chancen, auch Zulj traf freistehend nicht ins Schwarze. Der einzige Aufreger auf Löwenseite in der 58. Minute: Sukalo stoppte ­Liendl im Strafraum mit der Hand, Schiedrichter Fritz aber verzichtete auf den Elfmeterpfiff. So bleibt es bei kümmerlichen sechs Punkten und sieben Toren für die Blauen – die dritte Liga rückt immer näher. Am Dienstag geht’s erstmal im Pokal nach Mainz, und an Allerheiligen steigt dann das Spiel der Spiele: Sechzig gegen Duisburg: Vorletzter gegen Letzter – mehr Fußball geht nicht.

tz/lk

1860 München verliert auch gegen Fürth

Bilder und Noten: 1860 verliert wieder - Vier Mal die Fünf

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