1860 droht erneute Strafe durch DFB

Kommentar: Zefix, Zündler, reißt's Eich hoid zam!

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Im 1860-Fanblock wurde in Nürnberg einmal mehr gezündelt.

München - Das Abbrennen von Pyrotechnik durch Löwen-Fans könnte dem TSV 1860 einmal mehr eine empfindliche Strafe bescheren. Hier richtet unser Redakteur einen Appell an die Zündler.

Dass die Fans des TSV 1860 zu den lautstärksten und emotionalsten Anhängern in der 2. Liga zählen, ist bekannt. Darauf können der Verein und auch die Stadt München stolz sein, keine Frage! Aber leider sind sie mittlerweile auch für ihre Neigung zur Pyromanie bekannt, in erster Linie bei Auswärtsspielen. Dieser Ruf eilt ihnen voraus - und das nur wegen einer kleinen Gruppe, die das Zündeln nicht lassen kann. Am Montag in Nürnberg war es mal wieder so weit. Es blinkte und rauchte im Sechzig-Block - zwar deutlich weniger als beispielsweise im Mai in Karlsruhe, im Februar in Darmstadt oder im Oktober 2014 in Aalen, aber trotzdem, es wurde gezündelt.

Das Fatale: Der TSV 1860 steht seit Mitte Juli unter Bewährung! Stuft das DFB-Sportgericht den Vorfall in Nürnberg als "schwerwiegend" ein, so droht ein Zuschauerteilausschluss und eine Blocksperre. Angesichts dieser Tatsache klatscht man sich als nichtzündelnder Fan doch an die Stirn und denkt: Spinnt's Ihr eigentlich? Tausende von Euro wird 1860 einmal mehr für seine Pyromanen blechen müssen. Und das, obwohl jeder Anhänger weiß, dass die Vereinskassen nicht sonderlich gut gefüllt sind. Somit fehlt Geld, das man besser in den Kader oder in die Schuldentilgung stecken könnte! Zur Erinnerung: Im Kalenderjahr 2014 zahlte Sechzig in Summe rund 78.000 Euro Strafe für derartige Vergehen.

Bilder: Die Löwen sind mim Radl da!

Im Netz herrscht eine rege Diskussion rund um das Thema Pyrotechnik. Den vielen Gegnern der Bengalos und Rauchbomben werfen die Zündler zumeist eher subjektive Gründe für ihre Leidenschaft für Bengalos entgegen. "Bengalische Feuer und die bunten Farben des Rauches sind feste Bestandteile der Fankultur", liest man da gerne. Oder auch ganz einfach: "Es sieht doch geil aus" oder "Das Verbot ist doch nur eine Schikane vom DFB".

Zugegeben, bengalische Feuer und leuchtende Fackeln tauchen eine Fankurve in ein atemberaubendes Licht und vermitteln das Feuer, das in den Fans brennt. Aber das ändert nichts daran, dass deren Abbrennen (aktuell und inmitten der Fans) schlicht und einfach verboten ist. Mal ganz abgesehen davon, dass Pyrotechnik eine Gefahr für Leib und Leben darstellt, vor allem in einem engen und dicht gedrängten Fanblock. Bis zu 2000 (!) Grad heiß kann eine solche Fackel werden, mehr braucht man dazu ja wohl nicht sagen. Leute, was soll das also? Ihr schadet Euch, dem Verein, den Fans um Euch herum.

Also, liebe Pyro-Löwen, noch einmal zusammengefasst: Pyrotechnik ist verboten. Pyrotechnik ist gefährlich. Das Abbrennen von Pyrotechnik  im Stadion wird sanktioniert und schadet dem TSV 1860, in erster Linie finanziell. Und das kann doch wirklich keiner von Euch wollen!

In diesem Sinne: Zefix, reisst's Eich hoid zam! Für Sechzig!

Florian Weiß

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