Positive Signale aus dem Rathaus

OB Reiter: "Unterstütze ein Sechzgerstadion"

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Dieter Reiter setzt sich für ein eigenes Löwen-Stadion in Riem ein.

München - Der TSV 1860 will raus aus der Allianz Arena. Von der Münchner Stadtspitze gab es lange keine positiven Signale mehr. Das ändert sich jetzt. OB-Reiter will helfen.

Dieter Reiter ist ein überzeugter Roter. Politisch wie fußballerisch. Doch jetzt könnte sich Münchens SPD-OB auch bei den Sechzger-Fans positiv ins Gespräch bringen. Er signalisiert, dass er ein eigenes, neues Löwen-Stadion in Riem unterstützen will.

Bis 2020 sind die Sechzger per Mietvertrag an den großen FC Bayern gebunden. Dann wollen sie möglichst raus aus der Arena. Das Grünwalder Stadion ist zwar saniert worden, dürfte für Zweit- oder gar Erstligafußball aus Sicherheitsgründen aber nie wieder eine Genehmigung erhalten. Bleibt der Traum von einem eigenen "Löwen-Käfig".

Schon vor Jahren hatten die Löwen für ihre Arena - angedachte Kapazität: 40 000 Zuschauer - einen Standort in Riem zwischen der A94 und dem Güterbahnhof ins Auge gefasst. Die Stadtverwaltung lehnte das aber ab.

Reiter favorisiert Riem als Standort des TSV-1860-Stadions

Nun könnte Bewegung in die Sache kommen: Kürzlich waren der 1860-Vorstand und Investoren-Vertreter Noor Basha zu einem diskreten Gespräch im OB-Büro im Rathaus zu Gast. Thema: die künftige Spielstätte der Löwen. Der Oberbürgermeister hat inzwischen eine klare Position. "Ich würde ein Sechzgerstadion selbstverständlich unterstützen", sagt er dem Münchner Merkur. "Beispielsweise bei der Standortsuche und Planung." Reiter bekennt sich zum Standort Riem, will aber kein städtisches Geld in die Hand nehmen. Das dürfte jetzt die große Aufgabe für den dauer-klammen TSV werden. Der Verein übrigens will sich öffentlich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. "Es freut uns, dass der Oberbürgermeister unserer Stadt uns bei diesem wichtigen Projekt unterstützen will", sagt Löwen-Geschäftsführer Markus Rejek, der die Stadion-Planungen aber als "langfristig" bezeichnet.

Die allerbeste Lösung für die Stadt wäre wohl eine Rückkehr der Sechzger ins viel zu wenig ausgelastete Olympiastadion. "Wir könnten uns das vorstellen", sagt OB Reiter. Dass die Löwen ins von den Fans schon in den Neunzigern so ungeliebte weite Rund zurückwollen, glaubt auch der OB aber nicht so recht.

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Felix Müller

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