Daniel Küblböck: Exklusiv! Oberstaatsanwalt nennt traurige Details zu Überwachungsvideo

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Hauner findet klare Worte

Offiziell: Auch Maget zieht sich zurück

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Franz Maget (Mitte) wird wie Dieter Schneider nicht erneut fürs 1860-Präsidium kandidieren, links Investor Hasan Ismaik

München - Dieter Schneider hat seinen Rückzug vor rund einer Woche angekündigt. Jetzt ist auch offiziell, was sich bereits angedeutet hatte: Vize Franz Maget zieht sich zurück.

Die Löwen bekommen ein weitgehend neues Präsidium. Dieter Schneider hatte am vergangenen Donnerstag schon angekündigt, nicht erneut zu kandidieren. Jetzt kündigt auch Franz Maget an, was bereits erwartet wurde: dass er nicht länger als Vize zur Verfügung steht. "Ich hätte mich für Dieter Schneider zur Verfügung gestellt", sagte er der SZ. "Aber nach sechs Jahren härtester Zeit ziehe ich mich zurück."

Beim anderen Schneider-Vize Wolfgang Hauner sieht die Sache hingegen etwas anders aus. "Der Aufsichtsrat hat ein Präsidium zu bestellen, der Ball liegt bei ihm", hält er sich alle Optionen offen. Doch auch an Hauner sind die Querelen der vergangenen Tage nicht spurlos vorübergegangen. "Es war unwürdig der Person Dieter Schneider gegenüber. Und es war unwürdig dem Verein in seiner Außendarstellung gegenüber", sagt er der SZ. Hauner merkt auch an: "Wenn jemand einen anderen nicht mehr will, muss er es ihm ehrlich sagen."

Namen tauchen bei diesen indirekten Vorwürfen natürlich keine auf. Doch die Aussagen des Präsidiums, auch von Dieter Schneider jüngst, lassen sich schon so interpretieren, dass die Oberlöwen den Aufsichtsratsvorsitzenden Otto Steiner sehr kritisch sehen. Von vielen Fans wurde der TV-Produzent als neuer Hoffnungsträger gesehen. Doch wie die Äußerungen der Beteiligten durchblicken lassen, sind die Unstimmigkeiten auch ihm zu verdanken.

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Schneider geht, Monatzeder wird Nachfolger! Chronologie des 1860-Streits

Dieter Schneider
Nach monatelangem Gezerre ist der Machtkampf beim Fußball-Zweitligisten 1860 München zwischen Investor Hasan Ismaik und Präsident Dieter Schneider beendet. Der 65 Jahre alte Vereinsboss hat sein Ausscheiden angekündigt. Wir dokomentieren einige Schlaglichter des Streits seit Frühjahr 2012. Die Fotos sind Symbolbilder und stammen nicht vom jeweiligen Tag. © sampics
Dieter Schneider
27.03.2012: Das Präsidium demonstriert Einigkeit mit Ismaik, dem nachgesagt wird, Schneider loswerden zu wollen. „Wir haben klar gesagt, dass wir als Team erfolgreich sein wollen. Es wurde weder über Köpfe geredet, noch wurden Köpfe gefordert. Wir fangen jetzt an, den Weg zu leben. Jeder wird alles dafür tun“, betont Geschäftsführer Robert Schäfer. © M.I.S.
Ismaik
06.05.2012: Ismaik legt einen Businessplan vor, mit dem er den Verein bis 2015 in die Bundesliga hieven will. „Mein Ziel ist es, innerhalb von drei Jahren Erstligist zu sein“, sagt Ismaik. Schneider betont aber, die Finanzen konsolidieren zu wollen. © sampics
17.11.2012: 1860 München trennt sich angesichts ausbleibender Erfolge von Trainer Reiner Maurer. Als Nachfolger wird Regionalliga-Coach Alexander Schmidt befördert - erst einmal bis zur Winterpause. © sampics
24.11.2012: Unter den Augen von Sven-Göran Eriksson, der als Wunschkandidat von Ismaik die Löwen erneut live verfolgt, verpasst Schmidt in seinem ersten Zweitliga-Spiel knapp den Sieg bei Union Berlin. © M.I.S.
26.11.2012: Präsident Schneider wiegelt angesichts des erneuten Auftritts von Eriksson ab: „Das Ganze wird ein bisschen hochgehängt. Der Investor hat sich über Eriksson eine zweite Meinung über die Mannschaft eingeholt.“ © sampics
27.11.2012: Beim 1:0-Heimsieg gegen den SC Paderborn holt Schmidt den ersten Dreier. Eriksson sitzt wieder auf der Tribüne, beteuert aber: „1860 braucht keinen neuen Trainer.“ © dpa
16.12.2012: Schmidt soll Löwen-Coach bis zum Saisonende bleiben, erklärt Schneider. © sampics
17.12.2012: Schmidt registriert selbstbewusst seinen Verbleib bis zum Saisonende. „Ganz ehrlich: Diese Entscheidung hat mich nicht überrascht. Ich bin sehr ehrgeizig und möchte diesen Verein wieder in die Spur bringen.“ © dpa
02.01.2013: Investor Ismaik attackiert Präsident Schneider und die gesamte Vereinsführung. „Warum sollte ein alter Mann wie Schneider am Präsidentenposten festhalten? Die einzige Erklärung ist, dass seine persönlichen Interessen und sein Öffentlichkeitsdrang ihn dort halten.“ © sampics
03.01.2013: „Überrascht und irritiert“ reagieren die Löwen auf den harschen Vorstoß Ismaiks in aller Öffentlichkeit. Persönliche Angriffe seien „kontraproduktiv“, erklären Präsidium und Aufsichtsrat. © sampics
07.01.2013: Ein Treffen zwischen Ismaik und der Vereinsführung endet im Eklat. „Ich kann mit diesen Leuten nicht arbeiten“, klagt der jordanische Investor - und lässt durchblicken, sein Engagement bei 1860 beenden zu wollen. © sampics
09.01.2013: Bei einem Schlichtungstreffen in Abwesenheit Ismaiks wird den Vereinsgremien ein Kompromissvorschlag des Investors unterbreitet. © M.I.S.
10.01.2013: Ismaik schlägt nun auch öffentlich versöhnliche Töne an. „Für mich ist das Projekt noch lange nicht vorbei“, sagt er in einem Interview. „Wir haben ein gemeinsames Ziel und müssen Kompromisse finden.“ © sampics
15.01.2013: Nach einer fast siebenstündigen Sitzung ist tief in der Nacht endlich eine Einigung gefunden. Eriksson soll künftig zusammen mit Schmidt als 1860-Trainer agieren. Ismaik erklärt sich mit dieser Lösung zufrieden. © Getty
18.01.2013: Erneute Wende: Eriksson sagt den Löwen und Ismaik ab. © Getty
20.01.2013: Ismaik erkennt in Schneider den Verantwortlichen für die Eriksson-Absage. „Natürlich mache ich Schneider verantwortlich dafür. Im Club geht es zu sehr um Politik, kaum um den Sport.“ © M.I.S.
Dieter Schneider
07.03.2013: Schneider kündigt an, nicht für eine weitere Amtszeit als fürs Präsidentenamt kandidieren zu wollen. „Das Thema Präsidiumsbesetzung hat inzwischen ein Niveau erreicht, das für das ohnehin angeschlagene Ansehen des Vereins schädlich ist“, sagt er. © sampics
Hep Monatzeder
14.03.2013: Hep Monatzeder (3.v.l.) wird als designierter Nachfolger Schneiders vorgestellt, am 1. April 2013 übernimmt er offiziell © Klapp

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